7 Alternativen zu Personio für effizientes Recruiting in 2026

Zuletzt aktualisiert: 28 Januar 2026
17 Minuten
Geschrieben von:
Inhalt

Die Recruiting-Lösung von Personio ist zunächst einmal sehr praktisch: Stellenanzeigen, Bewerber- und Mitarbeiterdaten sind zentral und übersichtlich an einem Ort gebündelt. Vielen Unternehmen ermöglicht das einen unkomplizierten Einstieg ins Bewerbermanagement.

Aber genau dieser Vorteil verkehrt sich schnell ins Gegenteil, wenn Unternehmen beginnen zu wachsen und der Personalbedarf stark ansteigt oder schwankt. Da Personio Recruiting Teil eines umfassenden HR-Systems ist, bietet es im Vergleich zu eigenständigen Bewerbermanagementsystemen nur einen eingeschränkten Funktionsumfang. Für komplexere Recruiting-Prozesse reicht dieser in der Praxis häufig nicht aus.

In diesem Artikel stellen wir Ihnen 7 Alternativen zu Personio vor und vergleichen jeweils die wichtigsten Vor- und Nachteile. Egal, ob Sie von Personio auf ein anderes Tool umsteigen oder sich erstmals ein Bewerbermanagementsystem zulegen möchten: Dieser Überblick hilft Ihnen dabei, die passende Recruiting-Software für Ihr Unternehmen zu finden.

Was ist Personio und für welche Unternehmen eignet es sich?

Personio ist eine All-in-One-HR-Software (auch: Human Resources Information System, HRIS), mit der Unternehmen HR-Prozesse wie Zeiterfassung, Lohnabrechnung und Talent-Management bündeln und automatisieren können. Für das Bewerbermanagement steht Personio-Nutzer*innen das Zusatzmodul Personio Recruiting zur Verfügung.

Naturgemäß ist der Funktionsumfang von Recruiting-Modulen, die Teil einer HR-Suite sind, im Vergleich zu eigenständigen Bewerbermanagementsystemen (auch Applicant Tracking Systems bzw. ATS genannt) begrenzt. Das trifft auch auf Personio Recruiting zu und spiegelt sich im Feedback einiger Anwender*innen wider: Personio wird häufig als leistungsstarke HR-Software wahrgenommen, das Bewerbermanagement wird dagegen als weniger leistungsstarkes Nebenprodukt angesehen.

Entsprechend eignet sich Personio Recruiting vor allem für kleine bis mittelständische Teams, die Personio bereits als HR-System nutzen und ein einfaches, integriertes Bewerbermanagement dazubuchen wollen. Wenn die Anforderungen an Workflows, Reporting und Automatisierung aber komplexer werden, stößt das System meist schnell an seine Grenzen.

Zudem berichten Nutzer*innen hin und wieder von technischen Problemen wie langen Ladezeiten und mangelhaftem Support, zu dem außerdem nur Admins Zugang haben – was im Arbeitsalltag eher bremst als entlastet.

Überblick über die wichtigsten Funktionen

Personio Recruiting bietet grundlegende Funktionen für die Talent Acquisition, darunter:

  • Bewerbermanagement: Alle Bewerbungen werden in einem zentralen Posteingang gebündelt. Recruiting-Phasen lassen sich definieren, Verantwortlichkeiten zuweisen und der Status einzelner Bewerbungen einfach nachverfolgen.
  • Automatisierung: Aufgaben wie Screening, Terminkoordination oder das Versenden von Erinnerungen können automatisiert werden, um Zeit zu gewinnen.
  • Candidate Experience: Intuitive Bewerbungsformulare, schnelles Feedback und digitale Verträge mit E-Signatur sorgen für einen bewerberfreundlichen Prozess.
  • Schnittstellen: Personio lässt sich mit über 200 Tools verbinden. Eine direkte WhatsApp-Integration ist nicht vorhanden, kann jedoch über Drittanbieter wie Zapier realisiert werden.

Personio: Vor- und Nachteile

Vorteile

Cons

 

Einfache, intuitive Bedienung.

 

Das Recruiting-Modul bietet nur einen begrenzten Funktionsumfang und wenig Anpassungsmöglichkeiten, besonders in Bezug auf das Reporting. Beispielsweise wünscht sich eine Nutzerin, dass „man benutzerdefinierte Berichte noch flexibler gestalten könnte, um spezifische Anforderungen besser abzudecken.“

 

 

Schnelle Implementierung (in der Regel 6–8 Wochen, abhängig von Unternehmensgröße und Anforderungen).

 

Die App bietet nur die Basisfunktionen. Ein Nutzer urteilt sogar, die App sei „einfach nur ein Scherz in Funktion und Umfang”.

 

Insgesamt reaktionsschneller Support.

 

Support-Zugriff ausschließlich für Administrator*innen. Recruiter*innen können selbst einfache Probleme nicht eigenständig lösen. Support selbst laut Berichten von Nutzer*innen teilweise mangelhaft.

 

7 Alternativen zu Personio in 2026

Grundsätzlich haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder setzen Sie auf ein eigenständiges Bewerbermanagementsystem (Standalone) und integrieren dieses in Ihr bestehendes HR-Tool oder Sie nutzen das Recruiting-Modul eines HR-Komplettsystems (All-in-One).

In der folgenden Übersicht vergleichen wir 7 Alternativprodukte mit Personio. Dabei zeigen wir basierend auf echten Nutzerbewertungen auf, wie die Tools im direkten Vergleich abschneiden und für welche Unternehmen sie sich besonders eignen.

1. Tellent Recruitee

Tellent Recruitee ist ein flexibel konfigurierbares Bewerbermanagementsystem mit vielen Funktionen, das sowohl einfache als auch komplexe Recruiting-Prozesse über verschiedene Standorte und Länder hinweg abdeckt.

Tellent Recruitee kann wahlweise als eigenständiges Bewerbermanagementsystem genutzt oder mit gängigen HR-Systemen – darunter auch Personio – integriert werden. Für schnell wachsende Unternehmen, die Recruiting- und HR-Prozesse enger verzahnen möchten, bietet Tellent mit Tellent HR zusätzlich ein modulares Komplettsystem, mit dem sich alle HR-Prozesse auf einer zentralen Plattform abbilden lassen.

Für wen eignet sich Tellent Recruitee? Für mittelständische Unternehmen mit regionaler oder internationaler Ausrichtung, insbesondere in den Bereichen Tech, Finanzen, Gesundheit, Industrie und Unternehmensdienstleistungen.

 

 

Überblick über die wichtigsten Funktionen

  • Talent Pool: Vielversprechende Kandidat*innen können manuell, über das Job-Postfach, per CSV-Upload oder über die Chrome-Extension zum Talent Pool hinzugefügt werden für zukünftige Vakanzen. Anschließend lassen sie sich taggen, filtern und nach Quelle, Bewertung oder Status organisieren
  • Einsatzbereite, anpassbare Vorlagen: Für Pipelines, Bewertungsbögen, Screening-Fragen und E-Mails stehen vorgefertigte Templates zur Verfügung, die Sie direkt nutzen können. Alternativ können Sie mit wenigen Klicks eigene Vorlagen erstellen.
  • Fortschrittliche Automatisierung: Vom Pre-Screening über die Kommunikation und Terminkoordination bis hin zum Einholen von Bewertungen können Sie viele zeitraubende Aufgaben automatisieren. Workflows können flexibel angepasst bzw. erstellt und mit Triggern, Aktionen und Bedingungen verknüpft werden. Es können verschiedene Kanäle eingebunden (E-Mails, Notizen, Aufgaben usw.) und auch Aufgaben außerhalb der Pipeline abgebildet werden (z. B. Übergabe von Daten an HR-System).
  • Kollaboratives Recruiting: Sie können beliebig viele Nutzer*innen hinzufügen, Notizen zu den Kandidat*innen mit ihnen teilen und Aufgaben vergeben. Strukturierte Bewertungsformulare sorgen für einheitliche Kriterien und vereinfachen die Entscheidungsfindung.
  • Reporting und Analytics: Sie können aus über 90 anpassbaren Reporting-Modulen wählen oder eigene Dashboards zusammenstellen. Recruiting-Kennzahlen in Echtzeit bilden die Grundlage, um datenbasierte Entscheidungen zu treffen.
  • Internationaler Support: Der Support wird von Teams vor Ort übernommen, die mit den lokalen gesetzlichen Bestimmungen und Compliance-Anforderungen vertraut sind.

Personio vs. Tellent Recruitee

Personio ist in erster Linie eine HR-Software mit einem integrierten, schlanken Recruiting-Modul. Tellent Recruitee dagegen ist ein eigenständiges Bewerbermanagementsystem, das speziell für den Recruiting-Prozess entwickelt wurde. Dieser Unterschied zeigt sich deutlich im Funktionsumfang, in der Anpassungsfähigkeit und in der Skalierbarkeit der beiden Lösungen.

  • Zielgruppe

Personio Recruiting eignet sich vor allem für kleinere Teams mit überschaubarem Recruiting-Volumen. Tellent Recruitee richtet sich an wachsende Unternehmen mittlerer Größe, die komplexe Recruiting-Prozesse individuell gestalten möchten und/oder deren Hiring-Bedarf zunimmt.

  • Workflow-Automatisierung

Personio bietet einfache, regelbasierte Automatisierungen für alle Bereiche der HR-Arbeit, darunter das Anlegen von Aufgaben und das Aktualisieren von Mitarbeiterdaten. Tellent Recruitee geht hier einen Schritt weiter und ermöglicht komplexe Automatisierungen entlang des gesamten Recruiting-Prozesses: von der Ansprache über das Screening bis hin zur Kommunikation mit Bewerbenden, auch über verschiedene Kanäle hinweg.

  • Reporting

In den Nutzerbewertungen schneidet das Reporting von Tellent Recruitee besser ab als das von Personio (8,1 vs. 7,0). Personio bietet einfache, vorgefertigte Reports, die nur begrenzt anpassbar sind. Nutzer*innen berichten von der umständlichen Report-Erstellung und teils fehleranfälligen Auswertungen. Tellent Recruitee bietet dagegen Reports, die vollständig anpassbar sind und mit Echtzeitdaten gespeist werden.

  • Skalierbarkeit

Da Personio Recruiting bewusst schlank gehalten ist, stoßen Unternehmen mit wachsendem Bewerbervolumen schnell an ihre Grenzen, insbesondere wenn es darum geht, manuelle Aufgaben zu automatisieren. Tellent Recruitee ist deutlich flexibler konzipiert und auch für komplexe Recruiting-Anforderungen ausgelegt, sodass es problemlos mitwachsen kann.

2. Teamtailor

Teamtailor ist ein eigenständiges Bewerbermanagementsystem, das stark auf vorgefertigte Templates setzt und vor allem kleineren Teams ermöglicht, schnell und unkompliziert einen Software-gestützen Recruiting-Prozess aufzusetzen.

 

 

Überblick über die wichtigsten Funktionen

  • Einsatzbereite Templates: Teamtailor stellt zahlreiche Vorlagen für Stellenanzeigen, Jobangebote, Karriereseiten, Nachrichten und Auswertungen bereit. Diese lassen sich zwar anpassen, bieten bei wachsenden oder komplexeren Prozessen jedoch nur begrenzten Spielraum.
  • Einfache Automatisierungen: E-Mails, Aufgaben oder Integrationen können mit einzelnen Phasen verknüpft und automatisiert ausgelöst werden. Sie können zu einer festgelegten Zeit oder manuell gestartet und mit angebundenen Tools wie HR-Systemen verknüpft werden.
  • Employer Branding: Mit dem Karriereseiten-Tool können Unternehmen per Drag-and-Drop ein Recruiting-Portal im eigenen Branding erstellen. Eine integrierte Chat-Funktion ermöglicht es Interessent*innen, schon vor der Bewerbung direkt Kontakt aufzunehmen.
  • Kommunikations-Tools: Ein interner Chat sowie die Möglichkeit, Notizen zu teilen und Aufgaben zuzuweisen, erleichtern die Abstimmung im Recruiting-Team. Für die externe Kommunikation stehen u. a. Massen-E-Mails, Kampagnen und WhatsApp zur Verfügung.
  • Integrationen: Teamtailor lässt sich mit über 450 Tools verbinden. Einzelne Nutzer*innen berichten jedoch von Problemen bei bestimmten Integrationen, u. a. mit Jobbörsen, DocuSign, LinkedIn und HR-Systemen.

Personio vs. Teamtailor

Personio ist als umfassende HR-Suite konzipiert, die um ein einfaches Recruiting-Modul ergänzt wird. Teamtailor dagegen wurde speziell für das Bewerbermanagement entwickelt. Daraus ergeben sich Unterschiede insbesondere in Bezug auf Zielgruppe, Automatisierungen und Support.

  • Zielgruppe

Personio richtet sich primär an Unternehmen, die bereits die HR-Suite nutzen und deren Recruiting-Anforderungen überschaubar sind. Teamtailor spricht vor allem kleine Unternehmen an, die ein einfaches, eigenständiges Bewerbermanagementsystem suchen.

  • Kundensupport

Beide Anbieter gelten als serviceorientiert. Bei Personio haben jedoch nur Administrator*innen Zugriff auf den Support. Wenn Recruiter*innen bei einfachen Fragen und Anliegen auf Admins angewiesen sind, kann das im Alltag schnell zu Verzögerungen führen.

  • Workflow-Automatisierung

Teamtailor bietet einfache, phasenbasierte Automatisierungen, die allerdings nicht an Bedingungen geknüpft werden können. Personio ist hier etwas flexibler und ermöglicht Workflows, die neben Auslösern auch Aktionen und Bedingungen berücksichtigen.

3. Softgarden

Softgarden ist eine eigenständige Recruiting-Lösung, mit der kleinere Unternehmen ihr Recruiting strukturieren und teilweise automatisieren können. 

 

 

Überblick über die wichtigsten Funktionen

  • Kollaboratives Recruiting: Für jede ausgeschriebene Stelle können Teams angelegt und Rollen und Berechtigungen vergeben werden. Team-Chat und Team-Voting per Daumen-Prinzip erleichtern die Abstimmung.
  • Automatisierung: Pre-Screening und E-Mail-Versand können automatisiert werden. Workflows können mithilfe von Vorlagen (Tarif Start) bzw. frei (übrige Tarife) erstellt werden.
  • Analytics: Softgarden bietet Nutzer*innen je nach Tarif einen Überblick über allgemeine Recruiting-Daten, die Performance der Eingangskanäle und Recruiting-KPIs.
  • Employer Branding: Mithilfe eines Baukastensystems können Recruiter*innen eine Karriereseite im eigenen Branding erstellen. Arbeitgeber-Bewertungen können automatisiert eingeholt werden (beide im individuellen Enterprise-Tarif zubuchbar).
  • Chat & KI: Für Content- Erstellung und Bewerber-Matching stellt Softgarden KI-Unterstützung zur Verfügung. Das Recruiting per WhatsApp und Chat ist als Add-on ab dem Elite-Tarif verfügbar.

Personio vs. Softgarden

Personio ist in erster Linie eine HR-Software, die den Bereich Recruiting über ein Zusatzmodul abdeckt. Softgarden ist eine dedizierte Lösung für Bewerbermanagement mit starkem Fokus auf kollaborativem Recruiting und Employer Branding. 

  • Zielgruppe

Sowohl Personio Recruiting als auch Softgarden richten sich an kleine und mittlere Unternehmen, die ihren Recruiting-Prozess übersichtlicher gestalten wollen. Wenn es aber darum geht, das Recruiting zu professionalisieren, bietet Softgarden vor allem bei Automatisierung, Reporting und Zusammenarbeit im Team deutlich mehr Möglichkeiten.

  • Funktionsumfang

Softgarden unterstützt das kollaborative Recruiting mit verschiedenen Funktionen, bei Personio sucht man vergeblich nach solchen Features. Auch die Reporting-Optionen sind bei Softgarden umfangreicher. Dennoch berichten Nutzer*innen, dass die Berichterstellung bei Softgarden noch ausbaufähig ist.

  • Integrationen

Bei den Anbindungen hat Personio klar die Nase vorn: Mit über 200 Integrationen lässt sich das System flexibel in bestehende Tool-Landschaften einbinden. Softgarden bietet mit rund 65 Integrationen ebenfalls wichtige Schnittstellen, ist im Vergleich aber deutlich schlanker aufgestellt.

4.  Onlyfy

Mit dem Onlyfy Bewerbungsmanager bietet XING ein eigenes Tool für das Bewerbermanagement an, das Unternehmen durch alle Schritte des Recruiting-Prozesses begleitet.

 

 

Überblick über die wichtigsten Funktionen

  • Active Sourcing: Sie erhalten automatisch Empfehlungen zu Kandidat*innen von XING und können diese direkt in Onlyfy auffordern, sich zu bewerben.
  • Stellenanzeigen: Mit dem Job-Ad-Designer können Job-Ausschreibungen ansprechend aufbereitet werden und Unternehmen erhalten exklusive Rabatte auf Stellenanzeigen bei XING.
  • Reporting: Es stehen vorkonfigurierte Berichte zur Verfügung, es können aber auch eigene erstellt werden können. Alle Reports lassen sich exportieren.
  • Recruiting per Chat: In den Tarifen Pro und Ultimate können Kandidat*innen ihre Bewerbung auch per WhatsApp einreichen.
  • Kostenlose Version: Onlyfy bietet eine kostenlose Einstiegsversion, mit der Unternehmen das Bewerbermanagement unverbindlich testen können (1 Stellenausschreibung, max. 2 Nutzer*innen).

Personio vs. Onlyfy

Personio ist ein Recruiting-Modul innerhalb einer umfassenden HR-Plattform, während Onlyfy als eigenständige Recruiting-Lösung mit starker Anbindung an XING positioniert ist. Darüber hinaus unterscheiden sie sich vor allem im Hinblick auf Automatisierungs- und Integrationsoptionen.

  • Zielgruppe

Personio Recruiting richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen, die ihr Recruiting innerhalb des HR-Systems Personio einfach abbilden möchten. Onlyfy eignet sich insbesondere für Unternehmen, die gezielt im DACH-Raum rekrutieren und die Reichweite von XING für ihr Recruiting nutzen wollen.

  • Automatisierung

Personio Recruiting bietet einfache, regelbasierte Automatisierungen innerhalb der HR-Plattform, die beispielsweise an den Statuswechsel einer Bewerbung geknüpft werden können. Bei Onlyfy beschränken sich die Automatisierungsmöglichkeiten vor allem auf Erinnerungen, E-Mail-Versand sowie einzelne Aufgaben. Komplexe Recruiting-Workflows lassen sich weder mit Personio noch mit Onlyfy abbilden.

  • Integrationen

Personio verfügt über ein breiteres Integrations-Ökosystem mit über 200 Anbindungen an HR-, Payroll- und Recruiting-Tools. Onlyfy ist enger auf das XING-Ökosystem ausgerichtet und bietet deutlich weniger Integrationen.

5. SmartRecruiters

SmartRecruiters ist eine modular aufgebaute Recruiting-Lösung, die auf die Anforderungen großer, international aufgestellter Unternehmen zugeschnitten ist. Die Plattform vereint Module für Bewerbermanagement, Candidate Relationship Management, Analytics und Onboarding in einem System.

 

 

Überblick über die wichtigsten Funktionen

  • Workflow-Erstellung: Recruiting-Abläufe können in einer benutzerfreundlichen Oberfläche individuell konfiguriert werden.
  • Kollaboratives Recruiting: Funktionen wie geteilte Interview-Leitfäden, standardisierte Bewertungskriterien, Echtzeit-Feedback und Rechtervergabe erleichtern die Zusammenarbeit im Recruiting-Team.
  • Automatisierung: Routine-Aufgaben wie Bewerbervorauswahl und Terminplanung können automatisiert werden. Der KI-Assistant übernimmt auch die Bewerberkommunikation per Chat.
  • Talent Pools: Interessierte Kandidat*innen können über gezielte Kampagnen sowie automatisierte Outreach-Sequenzen angesprochen werden.
  • Fortgeschrittene Analytik: Smart Analytics bietet einen visuellen Überblick über Recruiting-Kennzahlen und ermöglicht so datenbasierte Entscheidungen.
  • Ökosystem: SmartRecruiters verfügt über ein breites Integrations-Ökosystem mit rund 300 Anbindungen.

Personio vs. SmartRecruiters

Wie auch bei den zuvor vorgestellten Alternativen handelt es sich bei SmartRecruiters um ein eigenständiges Bewerbermanagementsystem. Entsprechend bietet die Plattform mehr und weitreichendere Recruiting-Funktionen als Personio Recruiting, das lediglich als Zusatzmodul innerhalb eines umfassenden HR-Systems konzipiert ist.

  • Zielgruppe

SmartRecruiters ist auf große, international aufgestellte Unternehmen ausgelegt, die mit hohem Bewerbungsvolumen, mehreren Standorten und komplexen Recruiting-Strukturen arbeiten. Personio Recruiting dagegen ist vor allem für kleine und mittlere Unternehmen geeignet, deren Recruiting-Bedarf überschaubar ist.

  • Features und Funktionen

SmartRecruiters bietet im Vergleich zu Personio Recruiting einen deutlich größeren Funktionsumfang mit u. a. Features für kollaboratives Recruiting, umfangreiches Reporting sowie KI- Unterstützung beim Sourcing, Matching und in der Kommunikation mit Bewerbenden. Allerdings berichten Nutzer*innen immer wieder von technischen Problemen und Bugs im System.

  • Skalierbarkeit

Personio Recruiting eignet sich gut für kleinere Unternehmen, die gerade damit beginnen, ihre Recruiting-Prozesse zu professionalisieren. Mit steigendem Einstellungsbedarf und komplexeren Anforderungen stößt das Tool schnell an seine Grenzen. Bei SmartRecruiters ist es umgekehrt: Die Plattform ist auf große Teams ausgelegt, die über mehrere Standorte und Länder hinweg ein hohes Recruiting-Volumen managen müssen. Für kleinere Unternehmen ist SmartRecruiters schlicht zu komplex und zu teuer.

6. Greenhouse

Wie Tellent Recruitee ist auch Greenhouse ein eigenständiges Bewerbermanagementsystem mit umfangreichen Recruiting-Funktionen. Beide Lösungen lassen sich an gängige HR-Systeme anbinden. Im Unterschied zu Tellent Recruitee bietet Greenhouse jedoch keine eigene HR-Suite, zu der Unternehmen ggf. wechseln könnten, wenn sie Recruiting und HR aus einer Hand abbilden möchten.

 

 

Überblick über die wichtigsten Funktionen

  • Individuelle Workflows: Recruiting-Prozesse können angepasst und rollenbasiert gesteuert werden, sodass jedem Teammitglied nur die relevanten Kandidat*innen und Phasen angezeigt werden.
  • Gesprächskits: Strukturierte Vorbereitungshilfen mit rollenbezogenen Fragen und standardisierte Bewertungsbögen helfen Interviewer*innen dabei, Vergleichbarkeit zwischen Kandidat*innen herzustellen.
  • Analytics und Reporting: Über 40 vorgefertigte, anpassbare Berichtsvorlagen geben Einblick in Kennzahlen wie Pipeline-Status, Time-to-Hire oder Diversität. Zusätzlich können eigene Reports erstellt werden.
  • Candidate Experience: Ein übersichtliches Bewerbungsportal, automatische Status-Updates, Erinnerungen und Job-Benachrichtigungen sorgen dafür, dass Bewerber*innen sich immer gut informiert fühlen. Termine können selbständig ausgewählt werden.
  • Integrationen: Greenhouse lässt sich mit über 500 Tools verbinden. Über den sogenannten HRIS Link können Bewerber- und Mitarbeiterdaten zwischen Greenhouse und dem HR-System synchronisiert werden.

Personio vs. Greenhouse

Greenhouse und Personio Recruiting sind sich zwar auf den ersten Blick ähnlich, erfüllen aber grundverschiedene Anforderungen. Greenhouse ist ein vollwertiges Bewerbermanagementsystem, während Personio Recruiting als Zusatzmodul innerhalb einer HR-Suite sich eher für einfache Recruiting-Prozesse eignet.

  • Zielgruppe

Personio Recruiting richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, die bereits Personio als HR-System nutzen und auch ihr Recruiting darin abbilden möchten. Greenhouse eignet sich für größere Teams und Unternehmen, die aufgrund des hohen Bewerbervolumens und/oder komplexer Recruiting-Prozesse ein Bewerbermanagementsystem mit fortschrittlichen Funktionen benötigen.

  • Analytics und KI

Die Analyse- und KI-Funktionen von Personio sind nicht speziell auf das Recruiting ausgelegt und sollen in erster Linie die administrative Arbeit erleichtern. Greenhouse geht hier deutlich weiter und bietet Recruiting-spezifische Analysen sowie KI-Unterstützung für Bewerbungsgespräche und zur Verringerung von Bias im Auswahlprozess.

  • Integrationen

Als spezialisiertes ATS verfügt Greenhouse über ein sehr umfangreiches Integrations-Ökosystem mit über 500 Anbindungen. Personio bietet nur rund 180 Integrationen.

7. SAP SuccessFactors Recruiting

SAP SuccessFactors Recruiting ist ein Recruiting-Modul innerhalb der SAP SuccessFactors HCM Suite und richtet sich an international tätige Unternehmen mit komplexen und anspruchsvollen Recruiting-Prozessen.

 

 

Überblick über die wichtigsten Funktionen

  • Fortschrittliche Analytics: Sie erhalten umfassende Einblicke in den gesamten Recruiting-Funnel und können auf Basis detaillierter Auswertungen gezielte Performance-Analysen nach Quelle, Stelle oder Zeitraum durchführen.
  • Multichannel-Sourcing: SAP SuccessFactors bietet Zugriff auf mehr als 4.000 Jobportale in über 80 Ländern sowie Anbindungen an mehr als 100 Partner-Integrationen, um die Recruiting-Reichweite und Diversität zu erhöhen.
  • Candidate Engagement: Automatisierte E-Mail-Kampagnen, personalisierte Benachrichtigungen sowie Feedback-Schleifen helfen Ihnen, von der ersten Bewerbung bis zum Vertragsangebot mit Kandidat*innen in Kontakt zu bleiben.
  • Talent Pool: Aktive und passive Kandidat*innen, die bereits mit dem Unternehmen in Kontakt stehen bzw. Interesse gezeigt haben, können zum Talent Pool hinzugefügt und über Neuigkeiten informiert werden.

Personio vs. SAP SuccessFactors Recruiting

Während Personio Recruiting grundlegende Funktionen für kleine und mittlere Unternehmen bietet, richtet sich SAP SuccessFactors Recruiting an Unternehmen mit deutlich komplexeren Anforderungen. Das zeigt sich vor allem im Funktionsumfang und in der Benutzerfreundlichkeit.

  • Zielgruppe

Personio eignet sich für Teams, die eine übersichtliche HR-Software mit einfachem, integriertem Bewerbermanagement suchen. SAP SuccessFactors Recruiting richtet sich an international aufgestellte Unternehmen, die standortübergreifende Recruiting-Prozesse abbilden und ihr Recruiting in ein umfassendes Human-Capital-Management-System einbinden möchten.

  • Benutzerfreundlichkeit

Personio ist einfacher zu bedienen, erfordert keine lange Einarbeitung und die Implementierung dauert meist nur 6-8 Wochen. Die Nutzung von SAP SuccessFactors Recruiting wird von Nutzer*innen dagegen als umständlich und ineffizient beschrieben. Die Einführung dauert deutlich länger (ca. 7 Monate) und erfordert mehr Einarbeitung. Eine Nutzerin beschreibt es so: „Die Benutzeroberfläche ist für viele nicht selbsterklärend, was selbst einfache Aufgaben erschwert und eine Menge Einarbeitung erfordert.“

  • Recruiting-Funktionen

SAP SuccessFactors Recruiting bietet einen deutlich größeren Funktionsumfang, darunter Features wie Progressive Candidate Profiling und KI-gestütztes Screening. Trotz dieser Funktionsvielfalt berichten Nutzer*innen, dass das Tool von SAP im Alltag an seine Grenzen stößt und nicht so konsequent auf High-Volume-Recruiting ausgelegt ist wie andere Bewerbermanagement-Lösungen.

Ist das Recruiting-Modul von Personio das Richtige für Ihr Unternehmen?

Für kleine Teams mit überschaubarem Recruiting-Bedarf, die die HR-Suite von Personio nutzen, ist das Recruiting-Modul eine gute Lösung, denn es deckt grundlegende Anforderungen im Bewerbermanagement ab.

Für Unternehmen, die stark wachsen, international nach Talenten suchen oder bei denen viele Stakeholder*innen in den Prozess eingebunden sind, kann ein zu simples Bewerbermanagement-Tool mit begrenzten Automatisierungsoptionen schnell zum Bremsklotz werden.

Für verteilte Teams mit hohem Einstellungsvolumen – insbesondere in Europa – ist ein eigenständiges Bewerbermanagementsysteme wie Tellent Recruitee eine gute Alternative zu Personio. Es bietet eine intuitive Benutzeroberfläche, viele Automatisierungen und Anpassungsoptionen, unterstützt komplexe Workflows und ermöglicht Recruiting im großen Maßstab unter Berücksichtigung der DSGVO.

Demo buchen Banner

 

FAQ

Welche Alternativen gibt es zu Personio?

Zu Personio gibt es eine Reihe von Alternativen, die je nach Unternehmensgröße und Recruiting-Anforderungen besser passen können. Häufig genannt werden Tellent Recruitee, Teamtailor, Greenhouse und SAP SuccessFactors Recruiting. Während Personio in erster Linie ein HR-Komplettsystem mit integriertem Recruiting-Modul ist, sind die Alternativen oft dedizierte Bewerbermanagementsysteme. Sie bieten meist mehr Automatisierungen, flexiblere Workflow-Optionen und sind für ein hohes Bewerberaufkommen ausgelegt. Welche Lösung am besten geeignet ist, hängt davon ab, wie komplex die Recruiting-Prozesse im Unternehmen sind.

Wie viel kostet Personio pro Monat?

Die Kosten für Personio sind nicht öffentlich einsehbar, da die Preise individuell berechnet werden. Sie hängen unter anderem von der Unternehmensgröße, den genutzten Modulen sowie vom gewünschten Funktionsumfang ab. Das Recruiting-Modul von Personio wird dabei separat als Zusatzmodul angeboten.

Welche Recruiting-Software ist die beste?

Welche Recruiting-Software am besten passt, hängt vor allem von der Teamgröße, dem Einstellungsvolumen und den Unternehmenszielen ab. Für kleine und mittlere Unternehmen mit überschaubarem Recruiting-Bedarf ist ein HR-System mit integriertem Bewerbermanagement wie Personio in der Regel ausreichend. Für Unternehmen, die stark wachsen bzw. komplexe Recruiting-Anforderungen erfüllen müssen (hohes Bewerberaufkommen, mehrere Standorte, viele Stakeholder*innen usw.), empfiehlt sich dagegen ein eigenständiges Bewerbermanagementsystem wie Tellent Recruitee oder Greenhouse, die mehr Flexibilität und Funktionen bieten.

Verfügt Personio über ein Bewerbermanagementsystem?

Ja, Personio bietet ein Bewerbermanagementsystem als Teil seiner HR-Suite an. Das Modul Personio Recruiting deckt grundlegende Funktionen wie das Veröffentlichen von Stellenanzeigen, das Bündeln von Bewerbungen, die Verwaltung der Recruiting-Pipeline sowie die Terminkoordination ab. Es eignet sich vor allem für kleine bis mittelständische Unternehmen, die Personio bereits nutzen und deren Recruiting-Bedarf überschaubar ist.

Wo stößt Personio Recruiting an seine Grenzen?

Da Personio Recruiting als Zusatzmodul innerhalb einer HR-Suite konzipiert ist, ist der Funktionsumfang vergleichsweise begrenzt. Im Vergleich zu eigenständigen Bewerbermanagement-Tools sind die Anpassungs-, Automatisierungs- und Integrationsmöglichkeiten eingeschränkt. Für Unternehmen, die stark wachsen und womöglich international expandieren, reicht der Funktionsumfang oft nicht aus.

Welches Bewerbermanagementsystem lässt sich mit Personio integrieren?

Eigenständige Bewerbermanagement-Lösungen wie Tellent Recruitee oder Greenhouse lassen sich problemlos an Personio anbinden. So werden beispielsweise Stellen, Bewerber- und Mitarbeiterdaten automatisch synchronisiert, ohne dass ein manuelles Eingreifen erforderlich ist.

Warum sollten wir ein externes Bewerbermanagement-Tool an Personio anbinden, anstatt das integrierte Recruiting-Modul zu nutzen?

Indem Sie ein eigenständiges Bewerbermanagementsystem an Personio anbinden, erhalten Sie Zugriff auf deutlich mehr Recruiting-Funktionen. Tools wie Tellent Recruitee und Greenhouse bieten umfangreiche Automatisierungs- und Anpassungsoptionen und fortschrittliche Analytics. So können stark wachsende bzw. international aufgestellte Teams Personio weiterhin als HR-System nutzen und gleichzeitig auf ein leistungsfähigeres Bewerbermanagementsystem umsteigen, das mit dem Unternehmen skaliert.

Written by
Julia ist als Content Marketing Managerin für den DACH-Raum zuständig. Sie brennt dafür, engagierenden Content an User*innen zu bringen, der ihnen Mehrwert bietet und sie mit Antworten anstatt noch mehr Fragen hinterlässt.

Schließen Sie sich über 7000 Unternehmen an

Erstellen Sie ein kostenloses Konto in nur 2 Minuten
Demo erhalten
In 30 Minuten die Plattform entdecken
Kostenlos testen
Keine Kreditkarte erforderlich