7 Alternativen zu Teamtailor für effizientes Recruiting in 2026

Zuletzt aktualisiert: 29 Januar 2026
18 Minuten
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Das Bewerbermanagementsystem Teamtailor ist ideal für kleine Teams, die schnell mit dem Recruiting loslegen möchten. Dank seiner benutzerfreundlichen, vorlagenbasierten Oberfläche gelingt der Einstieg schnell und mühelos.

Doch gerade der überschaubare Funktionsumfang bringt auch Nachteile mit sich: Die Analysefunktionen sind rudimentär, das Reporting begrenzt und bei Integrationen kommt es immer wieder zu Problemen.

Wenn Sie also nach einer Alternative zu Teamtailor suchen, sind Sie nicht allein. Je komplexer die Anforderungen ans Recruiting werden, desto mehr stößt das Tool an seine Grenzen. In diesem Software-Vergleich stellen wir Ihnen deshalb 7 Alternativen zu Teamtailor vor.

Wir vergleichen die Tools im Hinblick auf Funktionen, Vor- und Nachteile, sodass Sie schnell erkennen, welches System zu Ihren Anforderungen passt. Egal, ob Sie zum ersten Mal ein Bewerbermanagementsystem einführen oder bereits mit Teamtailor arbeiten und eine leistungsstärkere Lösung suchen: Dieser Software-Vergleich hilft Ihnen, die richtige Entscheidung zu treffen.

Was ist Teamtailor und für welche Unternehmen eignet es sich?

​​Teamtailor ist ein modernes Bewerbermanagementsystem (auch Applicant Tracking System oder ATS genannt), das sich besonders an kleine Teams richtet, die ihre täglichen Recruiting-Abläufe durch einfache Automatisierungen effizienter gestalten möchten.

Die Software punktet bei Nutzer*innen vor allem durch ihre benutzerfreundliche Oberfläche und die unkomplizierte Implementierung: In der Regel ist das System innerhalb eines Monats einsatzbereit. Ein weiteres Plus sind die vielen vorgefertigten Vorlagen in Teamtailor, u. a. für Stellenanzeigen, Jobangebote, Karriereseiten, Nachrichten und Reports.

Gerade weil Teamtailor so einfach zu bedienen ist und eine sehr übersichtliche Oberfläche bietet, stößt das System bei wachsendem Bedarf schnell an seine Grenzen. Die Vorlagen beispielsweise sind zwar praktisch, aber nur begrenzt anpassbar. Viele Teams entwickeln an dieser Stelle umständliche Workarounds, die nicht nur wertvolle Zeit kosten, sondern auch das Recruiting ausbremsen und die Skalierbarkeit einschränken.

 

Überblick über die wichtigsten Funktionen

  • Bewerbermanagement: Kandidat*innen können entlang einer individuell anpassbaren Pipeline verwaltet werden. Automatisierte Weiterleitungen, Erinnerungen und eine transparente Zeitachse sorgen für strukturierte Prozesse.
  • Zentralisierte Kommunikation: Das kollaborative Recruiting wird durch den Team-Chat, geteilte Notizen, angeheftete Nachrichten und die Möglichkeit zur Aufgabenverteilung unterstützt. Für die externe Kommunikation stehen Massen-E-Mails, E-Mail-Kampagnen, Nachrichtenvorlagen und ein WhatsApp-Kanal zur Verfügung. 
  • Employer Branding: Über einen Drag-and-Drop-Editor kann eine Karriereseite im eigenen Design erstellt werden. Der integrierte Chat bietet interessierten Bewerber*innen die Möglichkeit, vorab direkt Kontakt aufzunehmen.
  • Anonymisierung: Persönliche Angaben wie Name oder Geschlecht können aus Kandidatenprofilen entfernt werden, um den Fokus stärker auf Fähigkeiten und Qualifikationen zu legen und unbewusste Vorurteile zu vermeiden.
  • Automatisierte Workflows und Trigger: Bestimmte Aktionen – wie das Planen von Folgeaufgaben, der Versand personalisierter E-Mails oder die Erinnerung an eine Bewertung – können durch vordefinierte Trigger automatisch angestoßen werden.
  • KI-Assistent: Der integrierte KI Co-Pilot hilft beim Verfassen von Stellenanzeigen und E-Mails, schlägt Interviewfragen vor und fasst Lebensläufe automatisch im PDF-Format zusammen.
  • Integrationen: Die Plattform bietet über 450 Integrationen mit externen Tools. Einzelne Nutzer*innen berichten jedoch von Problemen bei der Anbindung bestimmter Dienste wie Jobbörsen, DocuSign, LinkedIn und HR-Systemen.

Teamtailor: Vor- und Nachteile

Teamtailor bietet eine benutzerfreundliche Oberfläche, praktische Vorlagen, soliden Support und ist noch dazu schnell eingerichtet. Gleichzeitig berichten Nutzer*innen vom eingeschränkten Funktionsumfang, insbesondere was Analytics und die Anpassbarkeit von Vorlagen angeht. Manche berichten zudem von technischen Problemen bei der Integration.

Hier alle Vor- und Nachteile im Überblick:

Vorteile

Nachteile

 

Intuitive und moderne Benutzeroberfläche.

 

 

Einzelne Nutzer*innen berichten von technischen Fehlern und Bugs.

 

Schnelle Einrichtung und vorgefertigte Vorlagen als Starthilfe.

 

 

Je größer das Team und je komplexer das Recruiting werden, desto mehr fallen fehlende Anpassungsoptionen ins Gewicht.

 

Breites Serviceangebot inklusive Personalvermittlung, Beratung und Recruiting-Lösungen.

 

Eingeschränkter Funktionsumfang: rudimentäre Analysen und Reporting, fehlende Anpassungsoptionen, regelmäßig Integrationsprobleme.

Eine Nutzerin berichtet, dass die KI-Funktion aktuell nur PDF-Dateien verarbeiten kann.


Solider Kunden-Support und umfangreiche Schulungsangebote.

 


Begrenzte Automatisierungsoptionen.

7 Alternativen zu Teamtailor für effizientes Recruiting in 2026

Bewerbermanagementsysteme bzw. Applicant Tracking Systems lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen:

  • Spezialisierte Bewerbermanagement-Software: Eigenständige Lösungen, die speziell für das Sourcing, das Bewerbermanagement und die Prozessautomatisierung entwickelt wurden.
  • Bewerbermanagement-Module innerhalb eines HR-Systems: Haben häufig im Vergleich zu spezialisierten Lösungen einen eingeschränkten Funktionsumfang.

In der folgenden Auflistung von Alternativen zu Teamtailor finden Sie sowohl Standalone- als auch integrierte Lösungen. Auf diese Weise können Sie selbst herausfinden, welches Tool am besten zu Ihren Bedürfnissen passt.

1. Tellent Recruitee

Tellent Recruitee ist ein individuell anpassbares, ganzheitliches Bewerbermanagementsystem für mittelständische Unternehmen. Die Plattform bietet zum einen eine intuitive Benutzeroberfläche und zum anderen die Flexibilität und Skalierbarkeit, die Teams benötigen, sobald das Recruiting komplexer wird.

 

Überblick über die wichtigsten Funktionen

  • Fortschrittliche Automatisierung von Workflows: Mit Tellent Recruitee können Workflows angepasst bzw. erstellt und mit Triggern, Aktionen und Bedingungen verknüpft werden. So können der Übergang in die nächste Recruiting-Phase, E-Mails, Aufgaben, Tags, Bewertungen oder Absagen automatisch ausgelöst werden. Das spart Zeit und gibt Recruiting-Teams mehr Kontrolle über die Abläufe. Automatisierungen unterstützen auch bei der Einhaltung der DSGVO.
  • Bewertungsbögen und Anonymisierung: Bewertungsbögen können individuell angepasst und teamübergreifend genutzt werden. Zudem kann die Anonymisierungsfunktion verwendet werden: Persönliche Daten wie Name oder Geschlecht werden dabei ausgeblendet. So werden Kandidat*innen objektiver beurteilt und die Hiring Quality verbessert.
  • Features für kollaboratives Recruiting: Es können verschiedene Rollen vergeben und Aufgaben zugewiesen werden. Sämtliche Kommunikation wird zudem im System gebündelt, sodass alle Beteiligten jederzeit den Überblick über den Prozess haben.
  • Fortschrittliches Reporting: Zugriff auf 90 anpassbare Reporting-Module, darunter eine Übersicht über Kandidat*innen, Pipeline-Insights oder Ausschlussstatistiken. Eigene Reports können erstellt und in Echtzeit geteilt werden, um datenbasiert Entscheidungen zu treffen und den Prozess gezielt zu optimieren.
  • Vorgefertigte, anpassbare Vorlagen: Pipelines, Bewertungsformulare, Screening-Fragen und E-Mails stehen als Templates bereit oder können alternativ individuell erstellt werden, passend zum eigenen Recruiting-Prozess.
  • Integrationen: Recruitee lässt sich an über 200 Tools anbinden, darunter Kalender, E-Mail-Programme, HR-Systeme und auch Bewerbungen über WhatsApp. So laufen Ihre Recruiting-Prozesse schneller und reibungsloser ab.

Teamtailor vs. Tellent Recruitee

Sowohl Teamtailor als auch Tellent Recruitee sind eigenständige Bewerbermanagement-Lösungen, die einfach zu implementieren und zu nutzen sind. Während Teamtailor vor allem kleinere Teams anspricht, richtet sich Tellent Recruitee an Unternehmen mittlerer Größe und bietet entsprechend mehr Optionen und mehr Raum für Skalierung.

  • Zielgruppe

Teamtailor ist ideal für kleine Teams, die einfache Prozesse abbilden möchten und nach einer schnellen, unkomplizierten Lösung suchen. Tellent Recruitee dagegen bietet zusätzlich zur intuitiven Oberfläche fortschrittliche Funktionen, die den komplexen Anforderungen größerer, schnell wachsender und/oder verteilt arbeitender Teams gerecht werden.

  • Anpassbarkeit

In Sachen Anpassbarkeit hat Tellent Recruitee die Nase vorn: Pipelines, Vorlagen, Bewertungsbögen lassen sich alle individuell gestalten. Bei Teamtailor stoßen Nutzer*innen dagegen schnell an ihre Grenzen. Die Vorlagen sind zwar hilfreich für den Einstieg, lassen sich aber nur begrenzt an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

  • Skalierbarkeit

Dank der vielen Optionen wächst Tellent Recruitee problemlos mit, wenn der Recruiting-Prozess komplexer wird. Teamtailor dagegen wird gerade den Bedürfnissen wachstumsstarker Unternehmen aufgrund starrer Vorlagen und begrenzter Konfigurationsmöglichkeiten nicht gerecht.

  • Kunden-Support

Beide Anbieter bieten proaktiven Kunden-Support. Tellent Recruitee geht jedoch einen Schritt weiter und setzt auf regionale Teams, die mit lokalen Compliance-Anforderungen, arbeitsrechtlichen Vorgaben, Marktbesonderheiten und DSGVO-Vorgaben bestens vertraut sind.

 2. Personio 

Personio ist eine umfassende HR-Software, bei der für das Bewerbermanagement eine Recruiting-App hinzugebucht werden kann. Mit Personio Recruiting lassen sich HR- und Recruiting-Prozesse zentral in einer Plattform bündeln.

 

 

Überblick über die wichtigsten Funktionen

  • Bewerbermanagement: Bewerbungen landen gebündelt in einem zentralen Posteingang und lassen sich dort übersichtlich verwalten. Mit wenigen Klicks können grobe Phasen im Recruiting-Prozess definiert, Rollen zugewiesen und der aktuelle Status jeder Bewerbung nachvollzogen werden.
  • Anpassbare Automatisierungen: Screening von Kandidat*innen, Terminierung und Erinnerungen lassen sich automatisieren, um den manuellen Aufwand zu reduzieren.
  • Candidate Experience: Kandidat*innen können sich vom Handy aus bewerben und Jobangebote können direkt elektronisch unterschrieben werden.
  • Integrationen: Die Anbindung an über 200 Anwendungen ist möglich. Eine native WhatsApp-Integration wird aktuell jedoch nicht unterstützt.

Teamtailor vs. Personio

Teamtailor ist eine eigenständige End-to-End-Bewerbermanagement-Software, während Personio Recruiting ein einfaches Recruiting-Add-on innerhalb einer umfassenden HR-Suite ist. Beide Plattformen sind für unterschiedliche Nutzergruppen und Anwendungsfälle gedacht.

  • Zielgruppe

Beide Tools sind bei kleinen und mittelständischen Unternehmen beliebt, haben jedoch unterschiedliche Stärken. Teamtailor eignet sich für Teams, die ein vorlagenbasiertes Bewerbermanagementsystem suchen, das sich einfach in das vorhandene HR-System integrieren lässt. Personio Recruiting wurde für Teams entwickelt, die bereits die Personio-HR-Suite nutzen und einfache, integrierte Recruiting-Funktionen benötigen.

  • Kunden-Support

Beide Plattformen bieten zuverlässigen Support, allerdings haben bei Personio nur Admins, Kontoinhaber*innen und Vertragsverantwortliche Zugang dazu. Das führt häufig zu Engpässen, da Recruiter*innen selbst einfache Probleme nur mithilfe der Administrator*innen lösen können.

  • Workflow-Automatisierung

Teamtailor bietet einfache Automatisierungen: Trigger lassen sich auf Vorlagen- oder Job-Ebene hinzufügen, zeitlich planen oder manuell starten und stoppen. Komplexe Abläufe mit Bedingungen oder Regeln sind jedoch nicht möglich. Personio bietet dagegen deutlich ausgereiftere Workflow-Automatisierungen mit Triggern, Aktionen, Bedingungen und Regeln. Dadurch können beispielsweise bedingte Abläufe erstellt, Prozesse anhand von Ereignissen oder Kandidatenattributen ausgelöst und Benachrichtigungen versendet werden.

3. Softgarden

Die Recruiting-Software Softgarden ist ein eigenständiges Bewerbermanagementsystem, das sämtliche Recruiting-Schritte von der Ausschreibung bis zur Arbeitgeberbewertung abdeckt.

 

Überblick über die wichtigsten Funktionen

  • Pre-Screening:  Um sicherzustellen, dass Bewerbende die Mindestanforderungen erfüllen, können Pflichtfragen und Minimalkriterien hinterlegt werden.
  • KI-Matching: Die KI kann eine Liste der Kandidat*innen zusammenstellen, die am besten auf eine Stelle passen.
  • Recruiting im Team: Aufgaben, Rollen und Zugriffsrechte können definiert werden und über Teamchats können sich alle zentral zu einer Stelle austauschen.
  • Mitarbeiterempfehlungsprogramm: Im Empfehlungsmanager werden alle von Mitarbeitenden empfohlene Kandidat*innen sowie daraus resultierende Bewerbungen erfasst.
  • Arbeitgeberbewertungen: Bewertungen von Bewerbenden und Mitarbeitenden können automatisiert eingeholt und auf der Karriereseite sowie auf kununu angezeigt werden.
  • Integrationen: Softgarden lässt sich mit über 60 Recruiting-relevanten Tools verbinden, darunter auch WhatsApp, Telegram und Meta Messenger, die das Recruiting per Chat ermöglichen.

Teamtailor vs. Softgarden

Beide Systeme decken den gesamten Bewerbungsprozess ab, im Vergleich zu Teamtailor legt Softgarden aber mit einem Empfehlungsprogramm und automatisierten Arbeitgeberbewertungen den Fokus stärker auf das Employer Branding.

  • Zielgruppe

Sowohl Teamtailor als auch Softgarden sind für kleine und mittlere Unternehmen konzipiert, denen es bei der Wahl des Bewerbermanagementsystems auf Benutzerfreundlichkeit und eine einfache Implementierung ankommt.

  • Funktionsumfang

Teamtailor ist ein leistungsstarkes Tool, das u. a. umfangreiche Reporting-Optionen bietet. Das Reporting bei Softgarden ist dagegen laut mehreren Nutzer*innen ausbaufähig. Viele loben die intuitive Benutzeroberfläche von Softgarden, merken aber auch an, dass im Vergleich zur Konkurrenz bestimmte Features fehlen. Ein Nutzer beschreibt das so: „Es gibt sicher Produkte, die innovativer zu bedienen sind.“

  • Preisgestaltung

Während die Anzahl der aktiven Stellenanzeigen bei Teamtailor unbegrenzt ist, sind sie in den Standardtarifen von Softgarden auf 5 (Start), 10 (Pro) bzw. 20 (Elite) begrenzt. Unternehmen, die mehr als 20 Ausschreibungen parallel veröffentlichen wollen, können sich ein individuelles Angebot erstellen lassen. 

Für Unternehmen mit stark schwankendem Bedarf kann dieses Modell zu unflexibel sein bzw. unnötig teuer werden. Im Vergleich zu Teamtailor ist Softgarden allerdings mit jährlichen Preisen ab 2149 € deutlich günstiger.

4. SmartRecruiters

SmartRecruiters ist eine Recruiting-Plattform, die speziell für Unternehmen mit einem hohen Recruiting-Volumen und mehreren Standorten konzipiert wurde. Sie besteht aus einzelnen Modulen für Bewerbermanagement, CRM, Analytics und Onboarding.

 

Überblick über die wichtigsten Funktionen

  • Terminkoordinierung und Zusammenarbeit: Die automatische Terminvergabe, geteilte Interview-Leitfäden, standardisierte Bewertungskriterien und Echtzeit-Feedback aus dem Team vereinfachen das Führen von Bewerbungsgesprächen.
  • Candidate Engagement: Damit immer neue Talente in die Pipeline kommen, bietet SmartRecruiters Talent Pools, gezielte Engagement-Kampagnen und automatisierte Outreach-Sequenzen.
  • Individuelle Workflows und Rechtevergabe: Recruiting-Prozesse lassen sich flexibel anpassen: Einzelne Phasen können individuell definiert und Rollen mit entsprechenden Rechten im Team vergeben werden.
  • KI-gestütztes Sourcing und Matching: KI unterstützt bei der Kandidatensuche, analysiert Lebensläufe, bewertet Bewerbungen und identifiziert passende Profile auf Basis von Jobanforderungen und früheren Recruiting-Entscheidungen.
  • End-to-End-Analytics: Echtzeit-Dashboards und individuell anpassbare Reports bieten umfassende Einblicke in den gesamten Recruiting-Funnel, von der Performance der Sourcing-Kanäle bis zur Produktivität einzelner Recruiter*innen.
  • Integrationen: Rund 300 Integrationen stehen zur Verfügung, darunter Jobbörsen, HR-Systeme, Sourcing-Plattformen sowie Tools für Assessment und Hintergrund-Checks.

Teamtailor vs. SmartRecruiters

Sowohl Teamtailor als auch SmartRecruiters unterstützen den gesamten Bewerbungsprozess, von der Stellenausschreibung bis zur Einstellung. Unterschiede zeigen sich jedoch bei Zielgruppe, Anpassungsmöglichkeiten, Implementierung und Preisgestaltung.

  • Zielgruppe

Teamtailor richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, die ein einfaches Bewerbermanagementsystem suchen. SmartRecruiters dagegen ist für große, international aufgestellte Unternehmen konzipiert, die komplexe Recruiting-Anforderungen über mehrere Standorte hinweg abbilden müssen.

  • Optionen und Implementierung

Teamtailor richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, die ein einfaches Bewerbermanagementsystem suchen. SmartRecruiters dagegen ist für große, international aufgestellte Unternehmen konzipiert, die komplexe Recruiting-Anforderungen über mehrere Standorte hinweg abbilden müssen.

  • Preisgestaltung

Laut Angaben von Vendr liegt der Einstiegspreis für Teamtailor bei rund 7.000US-Dollar (rund 6.000) pro Jahr. Bei SmartRecruiters ist der Basispreis mit etwa 15.000 € pro Jahr mehr als doppelt so hoch.

5. Greenhouse

Genau wie Tellent Recruitee ist Greenhouse ein eigenständiges Bewerbermanagementsystem, das sich besonders zum Abbilden und effizienten Verwalten komplexer Recruiting-Prozesse eignet.

 

Überblick über die wichtigsten Funktionen

  • Individuelle Workflows: Dank anpassbarer Workflows und rollenbasierter Rechtevergabe sieht jedes Teammitglied genau die Kandidat*innen und Phasen, die jeweils relevant sind.
  • Gesprächskits: Strukturierte Leitfäden mit rollenbezogenen Fragen und einheitlichen Bewertungsbögen helfen dabei, Bewerbungsgespräche objektiv und professionell zu führen.
  • Analytics und Reporting: Mehr als 40 Reports können direkt verwendet und bei Bedarf individuell angepasst werden. Eigene Reports können ebenfalls erstellt werden.
  • Candidate Experience: Bewerbende profitieren von einem benutzerfreundlichen Bewerbungsportal, automatischen Status-Updates, Erinnerungen und individuellen Job-Alerts.
  • Integrationen: Anbindung an mehr als 500 Apps.

Teamtailor vs. Greenhouse

Beide Plattformen sind eigenständige Bewerbermanagementsysteme. Sie richten sich allerdings an sehr unterschiedliche Zielgruppen, was sich an Funktionsumfang, Bedienbarkeit und Anpassungsmöglichkeiten ablesen lässt.

  • Zielgruppe

Teamtailor wurde für kleine Teams mit überschaubaren Anforderungen und einfachen Workflows entwickelt. Greenhouse dagegen bietet umfangreiche Funktionen auf Enterprise-Niveau für größere Unternehmen, die komplexe Recruiting-Prozesse über mehrere Standorte hinweg abbilden müssen.

  • Einarbeitung

Teamtailor lässt sich vergleichsweise schnell einrichten und ist leicht zu bedienen. Greenhouse dagegen erfordert einiges an Einarbeitung. Eine Nutzerin beschreibt es so: „Es ist riesig und man braucht lange, um sich zurechtzufinden.“ Ein anderer merkt an: „Gerade beim Einrichten individueller Workflows oder Reports wirken manche Funktionen anfangs ziemlich komplex.“

  • Integrationen

Greenhouse bietet mit über 500 Anbindungen etwas mehr Integrationen als Teamtailor (450+). Allerdings berichten Nutzer*innen, dass das Setup aufwendig sein kann. Eine Rückmeldung dazu: „Die Einrichtung der Integrationen über die Einstellungen ist ziemlich umständlich (zum Beispiel bei Tools wie Calendly oder LinkedIn Recruiter).“

6. Onlyfy

Der Onlyfy Bewerbungsmanager ist das Bewerbermanagement-Tool der Netzwerkplattform Xing und deckt den gesamten Recruiting-Prozess ab.

 

Überblick über die wichtigsten Funktionen

  • Job Ad Designer: Stellenanzeigen können mithilfe eines eigenen Tools individuell gestaltet werden.
  • Active Sourcing: Für jeden Job schlägt Onlyfy automatisch passende Talente aus dem XING-Netzwerk vor, die per Knopfdruck zur Bewerbung eingeladen werden können.
  • Candidate Experience: Kandidat*innen stehen barrierefreie Bewerbungsformulare sowie die Möglichkeit zur Bewerbung über WhatsApp zur Verfügung.

Teamtailor vs. Onlyfy

Sowohl Teamtailor als auch Onlyfy Bewerbungsmanager sind eigenständige Bewerbermanagement-Lösungen, allerdings fällt Onlyfy im Funktionsumfang im Vergleich zu Teamtailor eher rudimentär aus.

  • Zielgruppe

Onlyfy lohnt sich in erster Linie für Unternehmen, die im DACH-Raum tätig sind, denn: Ein zentraler Vorteil ist hier die direkte Anbindung an das XING-Netzwerk, das vor allem im deutschsprachigen Raum relevant ist. Die Vorteile, die Teamtailor bietet, sind dagegen nicht regional begrenzt.

  • Funktionsumfang

Teamtailor bietet eine Reihe fortschrittlicher Features und Funktionen, besonders was Reporting, Automatisierung und kollaboratives Recruiting angeht. Im Vergleich dazu fällt der Funktionsumfang des Onlyfy Bewerbungsmanagers deutlich reduzierter aus. Funktionen, die inzwischen fast Standard sind, wie eine individuell anpassbare Karriereseite oder eine App, sucht man in der Übersicht oder der Auflistung der Funktionen vergebens. Auch die Filtermöglichkeiten sind laut Angaben einiger Nutzer*innen verbesserungswürdig.

  • Integrationen

Mit den mehr als 450 Integrationen, die Teamtailor bietet, sind die Nutzer*innen größtenteils zufrieden (auch wenn es immer wieder zu Problemen kommt, siehe weiter oben). Bei Onlyfy scheinen dagegen Integrationen für grundlegende Recruiting-Werkzeuge zu fehlen: Nutzer*innen beklagen die fehlende Anbindung an den Kalender, das E-Mail-Programm oder ein Videointerview-Tool.

7. Rexx Recruiting

Die Bewerbermanagement-Software Rexx Recruiting ist Teil der Rexx Suite, einer All-in-One-Lösung für das Personalwesen. Sie kann entweder als Modul innerhalb der Suite oder als eigenständige Lösung verwendet werden.

 

Überblick über die wichtigsten Funktionen

  • KI-Assistent: Der Assistent ermöglicht einen einfachen, dialogbasierten Zugang zur unternehmensinternen Wissensdatenbank sowie zu ChatGPT.
  • Workflow-Tool: Recruiting-Abläufe können flexibel konfiguriert und an unternehmensinterne Anforderungen angepasst werden.
  • Candidate Experience: Bewerbende können erste Schritte im Bewerbungsprozess über einen WhatsApp-Bot durchlaufen. Allerdings ist diese Funktion auf eine handvoll festgelegte Abfragen begrenzt (u.a. Name, Geburtsdatum, Lebenslauf).
  • Video-Interviews: Rexx Recruiting bietet die Möglichkeit, Video-Interviews zu führen und aufzuzeichnen. Die Aufzeichnung wird in der virtuellen Bewerbungsakte hinterlegt.
  • Multi-Language-Engine: Die Software ist in über 30 Sprachen verfügbar und bietet auch die Möglichkeit, Beiträge im Portal oder in Feldern der Anwendung übersetzen zu lassen.

Teamtailor vs. Rexx Recruiting

Teamtailor ist ein eigenständiges Bewerbermanagementsystem, das großen Wert auf einfache und intuitive Bedienung legt. Rexx Recruiting kann zwar als Standalone genutzt werden, ist aber auch Teil einer umfassenden HR-Suite, die die komplexen Anforderungen großer Unternehmen erfüllt. Das wirkt sich auf die Benutzerfreundlichkeit aus.

  • Zielgruppe

Teamtailor richtet sich vor allem an kleine bis mittelgroße Unternehmen mit moderat komplexen Prozessen. Rexx Recruiting dagegen ist Teil der Rexx Suite, die wiederum für mittelständische Unternehmen und international tätige Konzerne entwickelt wurde. Sie ermöglicht es, sehr komplexe Prozesse auf Enterprise-Niveau abzubilden.

  • Skalierbarkeit

Teamtailor lässt sich schnell implementieren und kann mit Workarounds vorübergehend auch für wachsende Unternehmen funktionieren – solange die Recruiting-Prozesse nicht zu komplex werden. Rexx Recruiting bietet deutlich mehr Flexibilität und Tiefe für Unternehmen mit hohem Bewerbungs‑ und Personalvolumen. Bei Bedarf können außerdem zusätzliche Module genutzt werden, wie z. B. das HR Data Warehouse für erweiterte Reportings und Analytics.

  • Bedienbarkeit 

Der umfassende Funktionsumfang von Rexx Recruiting bringt eine gewisse Komplexität in der täglichen Nutzung mit sich. Einige Nutzer*innen empfinden die Oberfläche als wenig intuitiv und zum Teil umständlich in der Bedienung. Im Gegensatz dazu liegt die Stärke von Teamtailor gerade in der übersichtlichen und benutzerfreundlichen Oberfläche.

Darauf sollten Sie bei der Wahl eines Bewerbermanagementsystems achten

Bei der Wahl eines passenden Bewerbermanagementsystems sollten Sie mit der Frage beginnen, wie Ihr Recruiting-Prozess aktuell aussieht und wohin er sich in Zukunft entwickeln soll.

Die folgende Auflistung hilft Ihnen dabei, sich vor Augen zu führen, welche Anforderungen Sie an ein Bewerbermanagementsystem haben, etwa in puncto Anpassbarkeit, Integrationen, Datenschutz oder Skalierbarkeit. Nutzen Sie die Liste als Orientierung, um sicherzustellen, dass das Tool nicht nur zu Ihrem aktuellen Bedarf passt, sondern auch mit Ihrem Unternehmen mitwachsen kann.

    • Recruiting-Volumen: Ist Ihr Recruiting aktuell eher einfach (ein*e Recruiter*in, linearer Workflow) oder eher komplex (mehrere Teams, parallele Prozesse)? Wie viele Stellen besetzen Sie pro Monat und wie wird sich Ihr Einstellungsbedarf in den nächsten 12 bis 18 Monaten voraussichtlich entwickeln?
    • Standorte und Sprachen: Rekrutieren Sie in einem Land oder international? Muss Ihr Bewerbermanagementsystem unterschiedliche Sprachen, rechtliche Rahmenbedingungen und standortspezifische Workflows abbilden können?
    • Flexibilität: Wie viel Spielraum brauchen Sie bei Pipelines, Automatisierungen, Vorlagen oder Bewertungsprozessen? Lässt sich das System an Ihre bestehenden Abläufe anpassen oder müssen Sie Ihre Prozesse dem Tool anpassen?
    • Prozesskomplexität: Kann das System sämtliche Bewerbungsprozesse, Genehmigungsschleifen und die Zusammenarbeit zwischen Recruiting und Stakeholder*innen abbilden?
    • Automatisierung: Bietet das Bewerbermanagementsystem einfache Trigger (an Phasen im Prozess gebunden) oder auch komplexe Automatisierungsoptionen mit Regeln und Bedingungen?
    • Reporting und Analytics: Bietet das Bewerbermanagementsystem einfache Standardreports oder auch Echtzeit-Dashboards, tiefergehende Insights und individuelles Reporting?
    • Skalierbarkeit: Kann das System mithalten, wenn Ihr Recruiting-Bedarf wächst und die Prozesse anspruchsvoller werden?
    • Integrationen: Lässt sich das Bewerbermanagementsystem mit den Tools verbinden, die Sie bereits nutzen, z. B. HR-Systeme, Jobbörsen, E-Mail-Programme, Kalender und Kommunikations-Tools?
    • Collaboration-Tools: Wie unterstützt das Bewerbermanagementsystem die Zusammenarbeit im Team (Zuweisung von Aufgaben, Teilen von Feedback, transparente Prozesse)?
    • Datenschutz und lokaler Support: Wie gut unterstützt das Bewerbermanagementsystem die Einhaltung der DSGVO, anderer gesetzlicher Vorgaben und marktspezifischer Recruiting-Anforderungen?
    • Implementierung und Einarbeitung: Wie schnell kann Ihr Team mit dem Tool arbeiten? Ist eine längere Schulung nötig oder ist die Benutzeroberfläche intuitiv?
    • Kosten und Preisgestaltung: Wie verändern sich die Kosten, wenn mehr Nutzer*innen dazukommen oder Sie zusätzliche Funktionen benötigen? Ist das Preismodell transparent?

Welches Bewerbermanagementsystem ist das richtige für Ihr Unternehmen?

Welches Bewerbermanagementsystem für Sie das richtige ist, hängt ganz davon ab, wie hoch Ihr Recruiting-Volumen ist, wie komplex die Abläufe sind, wie viele Stakeholder*innen eingebunden werden sollen und wie flexibel das System sein muss.

  • Wenn Sie mit einem kleinen Team arbeiten und einfache Prozesse abbilden möchten, ist ein einfaches System wie Teamtailor eine gute Wahl. Dank der benutzerfreundlichen Oberfläche und der fertigen Vorlagen ermöglicht es einen einfachen Einstieg ins strukturierte Recruiting.
  • Wenn Sie als internationales Großunternehmen mit hohem Bewerbungsvolumen in mehreren Ländern rekrutieren, ist ein Tool wie SmartRecruiters eine gute Lösung. Die Plattform ist auf komplexe, globale Recruiting-Prozesse ausgelegt.
  • Wenn Sie ein wachsendes mittelständisches Unternehmen sind und Ihre Prozesse zunehmend komplexer werden, brauchen Sie ein System, das mitwächst. Tellent Recruitee bietet hier die passende Kombination aus intuitiver Bedienung, hoher Anpassbarkeit, starker Automatisierung und DSGVO-Unterstützung.

Gerade für verteilt arbeitende Teams, die in verschiedenen Ländern rekrutieren, oder bei wachsendem Recruiting-Volumen ist Tellent Recruitee eine gute Wahl, denn es ist einfach zu bedienen und gleichzeitig flexibel genug für wachsende Recruiting-Prozesse.

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FAQ

Welche Bewerbermanagement-Software ist die beste?

Das eine Bewerbermanagementsystem, das besser ist als alle anderen, gibt es nicht. Die verschiedenen Systeme erfüllen meist ganz unterschiedliche Anforderungen. Kleinere Teams, die schnell loslegen und ihr Recruiting strukturieren möchten, kommen mit Teamtailor gut zurecht: Die Plattform ist einfach zu bedienen, schnell implementiert und bietet hilfreiche Vorlagen für den Einstieg. Für schnell wachsende Unternehmen oder Teams, die in mehreren Ländern rekrutieren, lohnt sich hingegen ein skalierbares System wie Tellent Recruitee, das mehr Möglichkeiten zur Individualisierung und Automatisierung komplexer Prozesse bietet.

Was macht Teamtailor?

Teamtailor ist ein Bewerbermanagementsystem, das vor allem kleinen Unternehmen hilft, ihren Recruiting-Prozess zu strukturieren. Die Plattform bietet eine benutzerfreundliche Oberfläche, vorgefertigte Vorlagen für Stellenanzeigen, Karriereseiten und E-Mail-Kommunikation sowie einfache Automatisierungen. Teamtailor eignet sich besonders für Teams, deren Recruiting-Volumen überschaubar und deren Recruiting-Prozess nicht allzu komplex ist.

Wer sind die Konkurrenten von Teamtailor?

Zu den wichtigsten Alternativen zu Teamtailor zählen Tellent Recruitee, Greenhouse, SmartRecruiters und Softgarden. Diese Bewerbermanagementlösungen bieten teilweise mehr Möglichkeiten zur Individualisierung, leistungsfähigere Automatisierungen, weiter gehende Reporting-Funktionen und eine bessere Skalierbarkeit. Unternehmen, denen Teamtailors vorlagenbasierter Ansatz nicht mehr ausreicht, finden mit diesen Tools die Flexibilität und Funktionsvielfalt, die sie zum Wachsen benötigen.

Ist Teamtailor für mittelständische Unternehmen geeignet?

Teamtailor kann eine gute Wahl für mittelständische Unternehmen sein, vorausgesetzt das Recruiting-Volumen ist gering und die Prozesse sind eher einfach gehalten. Insgesamt eignet sich die Plattform gut für kleinere Teams, die ein einfaches, intuitiv bedienbares System mit grundlegenden Workflows suchen. Wächst das Unternehmen jedoch – und damit auch die Anzahl der Einstellungen –, stößt Teamtailor oft an seine Grenzen, insbesondere beim Reporting, bei der Automatisierung und bei der individuellen Gestaltung von Prozessen.

Wie kompliziert ist der Umstieg von Teamtailor auf ein anderes Bewerbermanagementsystem?

Der Wechsel von Teamtailor zu einem anderen Bewerbermanagementsystem ist in der Regel unkompliziert, vor allem dann, wenn das aktuelle Setup nicht allzu komplex ist. Hilfreich ist auch, wenn der Anbieter des neuen Systems bei der Migration unterstützt. Teamtailor ermöglicht den Export von Kandidat*innen- und Jobdaten im CSV-Format. Dieses kann in den meisten Plattformen – darunter auch Tellent Recruitee – problemlos importiert werden. Wenn Sie von Teamtailor zu Tellent Recruitee wechseln, finden Sie hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, die Ihnen hilft, Ihre Daten sauber und vollständig zu übertragen.

Written by
Julia ist Head of Marketing DACH bei Tellent. Mit langjähriger Erfahrung in Digital- und B2B-Marketing entwickelt sie skalierbare Kampagnen, die HR-Teams und Recruiter*innen helfen, moderne Recruiting-Lösungen besser zu verstehen und erfolgreich einzusetzen.

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