Der Leitfaden für Bewerbermanagement-Software

Inhalt

Es ist allgemein bekannt, dass der Wettbewerb um Top-Talente noch nie so intensiv war wie heute. Faktoren wie die Zunahme freiberuflicher Tätigkeiten, Automatisierung, künstliche Intelligenz und der Trend zu hoch spezialisierten Arbeitskräften bedeuten, dass Unternehmen mehr denn je um die besten Talente auf dem Markt konkurrieren.

Gleichzeitig folgt die Generation Z den Millennials dicht auf den Fersen und ist Teil einer neuen Welle junger Menschen, die in die Arbeitswelt eintreten. Diese Demografie ist digital geprägt, und die Art und Weise, wie sie Jobs finden, bewerten und annehmen, unterscheidet sich von ihren Vorgänger*innen. 

Wie sehr sich der Arbeitsmarkt mittlerweile verändert hat, sieht man am besten an diesen Kennzahlen: 

  • 63 % der Unternehmen in Deutschland nutzen soziale Medien für Stellenausschreibungen. 
  • 90% der Arbeitssuchenden benutzen ihr Handy während der Arbeitssuche und 20 % der Arbeitssuchenden bewerben sich auch für eine Stelle mit dem Smartphone.
  • Es dauert ungefähr 27 Tage bis man eine*n neue*n Mitarbeiter*in einstellt, die besten Talente sind jedoch schon nach 10 Tagen weg vom Arbeitsmarkt  
  • 75 % aller Kandidat*innen sind passiv - dies macht ein starkes Employer Branding wichtiger als je zuvor.

Ab einer gewissen Größenordnung kann die Personalbeschaffung zu einem langen und komplexen Prozess werden. Das ist der Zeitpunkt, an dem Sie normalerweise anfangen, sich nach Tools umzusehen, die Ihnen die Arbeit erleichtern. Und dann entdecken Sie die Existenz von Bewerbermanagement-Software. Mit einer solchen Recruiting-Software können Sie viele der täglichen Aufgaben von Recruiting-Teams zentralisieren und optimieren.

In diesem Leitfaden möchten wir Ihnen Bewerbermanagement-Software näherbringen und erklären, welche Vorteile der Einsatz einer solchen Software für Ihr Team und Unternehmen bereithält. 

Was ist eine Bewerbermanagement-Software? 

Zunächst ist es wichtig zu verstehen, was eine Bewerbermanagement-Software, auch Bewerbermanagement-System oder Recruiting-Software genannt, im modernen Sinne des Wortes ist. Es gibt viele verschiedene Definitionen für eine Bewerbermanagement-Software, aber im Wesentlichen lässt es sich wie folgt zusammenfassen: 

Eine Bewerbermanagement-Software ist eine Softwareanwendung, die die elektronische und automatische Abwicklung einer Vielzahl von verschiedenen Rekrutierungsanforderungen ermöglicht, mit dem Ziel, den Prozess für die Recruiter*innen und den Kandidat*innen effektiver zu gestalten. 

In der Regel handelt es sich bei Bewerbermanagement-Systemen um Cloud-basierte SaaS-Lösungen (Software as a Service), d.h. sie sind überall und jederzeit zugänglich. Die spezifischen Funktionen variieren je nach Software und der Art des Unternehmens, für das sie bestimmt ist. 

Die drei Haupttypen von Organisationen, an die sich Bewerbermanagement-Systeme richtet, sind: 

  • Großunternehmen
  • Kleine oder mittlere Unternehmen (KMUs)
  • Personalvermittlungsagenturen

Der Umfang und die Komplexität spezifischer Bewerbermanagement-Systemen - sowie die Kosten - variieren je nach Art des Unternehmens, für das sie bestimmt sind. Um Ihnen eine Vorstellung davon zu geben, wie weit verbreitet und effektiv Bewerbermanagement-Systemen in der Personalbeschaffung heute sind, betrachten Sie diese Statistiken: 

Die obige Definition von Bewerbermanagement-Software ist weit gefasst, da die Möglichkeiten dieser modernen Systeme praktisch den gesamten Einstellungsprozess beeinflussen, wie z.B. Sourcing, Verwaltung und Auswahl von Kandidat*innen, Kommunikation mit Kandidat*innen und Absprache mit Kolleg*innen, Versendung von Angeboten, Optimierung der Prozesse, und vieles mehr...

Aufgaben einer Bewerbermanagement-Software 

Eine Bewerbermanagement-Software ist ein automatisiertes System, das in praktisch jede Phase des Recruiting-Prozesses integriert ist. Das volle Ausmaß der Funktionsweise einer Bewerbermanagement-Software kann nur verstanden werden, wenn man diesen Bereich in jeden Phase des Recruiting-Prozesses aufschlüsselt:

Sourcing mithilfe einer Bewerbermanagement-Software

Eine klassische Bewerbermanagement-Software hilft Ihnen bei der Beschaffung von Kandidat*innen durch drei Hauptelemente: 

Bewerbermanagement-Systeme ermöglichen es Recruiter*innen, Stellenbeschreibungen und Bewerbungsformulare für jede Stellenausschreibung zu erstellen. Diese Seiten werden dann auf der Karriereseite platziert, die direkt mit dem Bewerbermanagement-System verbunden ist, und wo sich Kandidat*innen auf die ausgeschriebene Stelle bewerben können. Durch diesen Prozess fungiert das Bewerbermanagement-System als erste Anlaufstelle oder "Schaufenster" für Kandidat*innen. 

Neben der Veröffentlichung von Stellenangeboten sind Bewerbermanagement-Systeme auch in die meisten Jobbörsen und sozialen Netzwerke integriert, die Kandidat*innen bei ihrer Suche nutzen. Durch diese Integrationen sind Recruiter*innen in der Lage, ihre Jobs auf einer Vielzahl von Webseiten mit einem einzigen Klick zu veröffentlichen. Auch hier werden die Kandidat*innen auf die Bewerbungsseite geleitet, woraufhin ihre Informationen an die zentrale Bewerberdatenbank gesendet werden. 

Schließlich bieten viele Bewerbermanagement-Systeme schlüsselfertige Lösungen für die Erstellung und Verwaltung der Karriereseite eines Unternehmens, der Employer Brand und der Candidate Experience

Verwaltung der Kandidat*innen mithilfe einer Bewerbermanagement-Software  

Sobald sich Kandidat*innen über einen der von der Recruiting-Software gesteuerten Kanäle beworben haben, wird für sie automatisch ein Profil in der Datenbank angelegt. Dieses Profil enthält alle Informationen, die sie in ihrer Bewerbung angegeben haben, sowie alle Informationen, die später im Prozess generiert werden. 

Während der*die Kandidat*in den Einstellungsprozess durchläuft, werden Informationen und Schlüsselwörter zu seinem*ihrem Profil hinzugefügt, um den Status und Qualifikationen anzuzeigen. Selbst wenn sie nicht erfolgreich sind, verbleiben die Kandidat*innen in der Datenbank für eine zukünftige Berücksichtigung. 

Dies wird als Schaffung eines Talent Pools bezeichnet – ein unschätzbarer Vorteil für Recruiter*innen. 

Pre-Screening von Kandidat*innen mithilfe einer Bewerbermanagement-Software

Nachdem ein Profil erstellt wurde, geht die Bewerbermanagement-Software automatisch zur Arbeit, indem es die Informationen analysiert, um festzustellen, ob der*die Kandidat*in die grundlegenden Anforderungen erfüllt, um zur Screening-Phase überzugehen. 

Auf einer grundlegenden Ebene kann eine Bewerbermanagement-Software automatisch Schlüsselwort- und boolesche Suchprinzipien nutzen, um Lebensläufe und Motivationsschreiben nach bestimmten Fähigkeiten, Erfahrungen, Ausbildung usw. zu durchsuchen. 

Nach Abschluss erhalten die Recruiter*innen eine Liste mit den Kandidat*innen, die die spezifischen Grundkriterien erfüllen. Dies spart viel Zeit beim manuellen Durchsuchen von Lebensläufen und ermöglicht es Recruiter*innen, sich auf wichtigere Aufgaben zu konzentrieren. 

Sobald die Software ihre Screening-Arbeit erledigt hat, werden diese Kandidat*innen in die Auswahlphase geschoben.

Bewertung von Kandidat*innen mithilfe einer Bewerbermanagement-Software

Abhängig von der Bewerbermanagement-Software können bestimmte Aufgaben automatisiert werden, wie z.B. den Versand von E-Mails, die Planung von Telefon- oder Videointerviews und die Speicherung der Ergebnisse dieser Interviews.

Einige Bewerbermanagement-Systeme, wie z. B. Recruitee, enthalten Online-Assessment- oder Video-Interview-Module, sodass Sie alles in einer Anwendung haben können. 

Ein weiterer Vorteil einiger Bewerbermanagement-Systeme ist, dass sie optimal für das kollaborative Recruiting verwendet werden können und wichtige (aber oft ausgeschlossene) Personen im Entscheidungsprozess können eine aktive Rolle bei der Überprüfung von Kandidat*innen spielen. 

Verwaltung von Stellenangeboten mithilfe von Bewerbermanagement-Software

Sobald eine Entscheidung getroffen kann mithilfe von Bewerbermanagement-Software schnell ein Stellenangebot unterbreitet werden. Dies ist entscheidend, um den*die Wunschkandidat*in an sich zu binden, denn Statistiken zeigen, dass die meisten Arbeitssuchenden das erste Angebot, das sie erhalten, annehmen. Recruiter*innen, die in dieser Phase zögern, laufen Gefahr, ihre*n Wunschkandidat*in zu verlieren.

Um dem entgegenzuwirken, sind Bewerbermanagement-Systeme in der Lage, vorgefertigte Jobangebote (die bereits von der Rechtsabteilung genehmigt wurden) sofort zu erstellen. Alles, was die Recruiter*innen tun müssen, ist, die vereinbarten Bedingungen auszufüllen und auf ‘Abschicken’ zu klicken. Wenn ein*e Kandidat*in eine mündliche Bestätigung des Stellenangebots erhält und akzeptiert und dann die Unterlagen noch am selben Tag erhält, ist es viel wahrscheinlicher, dass er*sie den endgültigen Schritt wagt und das Angebot unterschreibt.

Prozessoptimierung mithilfe von Bewerbermanagement-Software 

In jeder Phase des Recruiting-Prozesses generiert die Bewerbermanagement-Software Daten und Einblicke in ein breites Spektrum unterschiedlicher Kennzahlen. Das kann alles sein, von welchen Quellen die meisten und besten Kandidat*innen kommen, wie lange bestimmte Schritte dauern, wie viel der gesamte Prozess kostet, etc. 

Die meisten Bewerbermanagement-Systeme bieten heute visuell aufgearbeitete Berichte und Analysen, mit denen eine Vielzahl von Kennzahlen gemessen und verfolgt werden können. Diese Berichtsfunktion ermöglicht es Unternehmen, Engpässe in ihrem Prozess, Ineffizienzen in ihrer Beschaffung und Stellen im Workflow zu identifizieren, an denen sie Verbesserungsmöglichkeiten finden können. 

Der datengetriebene Charakter von Bewerbermanagement-Systemen im Recruiting-Prozess ist die wichtigste Funktion, die Recruiter*innen heute zur Verfügung steht. Es besteht keine Notwendigkeit mehr zu erraten, ob bestimmte Techniken funktionieren oder nicht. Bewerbermanagement-Systeme bieten Recruiter*innen Zugang zu einer Fülle kontinuierlicher Daten, die ihre Einstellungsentscheidungen und -prozesse beeinflussen können und sollen. 

18 Vorteile einer Bewerbermanagement-Software 

Die Liste der Vorteile einer Bewerbermanagement-Software ist lang. Sie lassen sich in die folgenden Kategorien unterteilen:

  • Geringerer Arbeitsaufwand
  • Verbesserte Candidate Experience
  • Effizienterer Recruiting-Prozess
  • Bessere Einstellungsergebnisse

Schauen wir uns diese Vorteile doch einmal genauer an. 

Geringerer Arbeitsaufwand

Bei richtiger Bereitstellung kann eine Bewerbermanagement-Software allen am Recruiting-Prozess beteiligten Personen auf folgende Weise zugutekommen:

  1. Mit einem Klick können Stellenanzeigen automatisch auf zahlreichen Jobbörsen veröffentlicht werden. Das reduziert den Zeitaufwand für die manuelle Erstellung und Schaltung von Anzeigen drastisch.
  2. Die Erfassung, Speicherung und Aggregation von Kandidateninformationen erfolgt automatisiert. Alle Daten, die Kandidat*innen in der Bewerbung bereitstellen, sowie Informationen, die leicht im Internet verfügbar sind, werden automatisch von der Recruiting-Software ausgewertet und gespeichert, wodurch die HR-Abteilung entlastet wird.
  3. Die automatische oder stichwortartige Analyse von Lebensläufen und Anschreiben reduziert schnell die Anzahl der Kandidat*innen.  Recruiter müssen sich nicht mehr manuell durch Stapel von unqualifizierten Kandidat*innen wühlen. Die Recruiting-Software übernimmt das Screening und identifiziert qualifizierte Kandidat*innen anhand von Parametern, die vorher festgelegt wurden. 
  4. Planung von Vorstellungsgesprächen direkt mit Kandidat*innen. Automatisierte E-Mails ersparen die zeitaufwändige Aufgabe, jede*n Kandidat*in zu kontaktieren und einen Termin für ein Vorstellungsgespräch zu finden. Planer-Tools ermöglichen auch eine unkomplizierte Terminbuchung vonseiten der Kandidat*innen.
  5. Aufzeichnung der Ergebnisse des Interviews und anderer Screening-Aktivitäten. Alle Screening-Informationen werden innerhalb der Software im Profil der jeweiligen Kandidat*innen zentralisiert. Diese Informationen müssen also nicht mehr manuell abgespeichert werden.  
  6. Automatisiert Job-Zusagen und die Unterzeichnung von Dokumenten. Sobald die Kandidat*innen geprüft und ein*e neue*r Mitarbeiter*in ausgewählt wurde, ist die Recruiting-Software in der Lage, die Unterlagen für Zusagen schnell zu versenden, um keine kostspieligen Verzögerungen zu verursachen. Unterzeichnete Dokumente der Kandidat*innen können auch zentral im Profil abgelegt werden. Dies gibt den Recruiter*innen Zeit, mit ihren Job-Zusagen kreativ zu werden.

Während diese ersten sechs Vorteile direkt den Recruiter*innen zugutekommen und manuelle Aufgaben reduzieren, verbessern sie auch die Erfahrung der Kandidat*innen auf verschiedene Weise.

Verbesserte Kandidatenerfahrung

Indem Sie Ihren Recruitings-Prozess optimieren, machen Sie es auch den Kandidat*innen leichter, den Prozess zu durchlaufen. Und so geht's:

  1. Transparente Kommunikation von der Bewerbung bis zum Angebot (oder der Absage). Konsistente und zeitnahe Kommunikation während des gesamten Bewerbungsprozesses zeigt den Kandidat*innen, dass sie ernst genommen werden. Eine Bewerbermanagement-Software automatisiert die entscheidenden Schritte in der Kommunikation mit Kandidat*innen und stellt sicher, dass die gesamte Erfahrung so effizient und nahtlos wie möglich ist.
  2. Schnelleres Screening und mehr Klarheit darüber, wo man steht. Durch diese effiziente Kommunikation und Terminierung bewegen sich die Kandidat*innen schneller durch Ihre Pipeline. Sie wissen, ob sie in die nächste Phase erreicht haben oder ob sie kurz nach der Bewerbung abgelehnt wurden. Dies vereinfacht ihre Entscheidungsfindung.
  3. Sicherstellung, dass der Einstellungsprozess fair ist. Durch klare Kommunikation und Transparenz rund um den Screening-Prozess können die Kandidat*innen sehen und verstehen, wie der Prozess funktioniert. Dies gibt die Sicherheit, dass man fair behandelt wird.

Jeder dieser Vorteile für die Recruiter*innen und Kandidat*innen ist ein direktes Ergebnis der Verbesserung des gesamten Recruiting-Prozesses, was vielleicht der größte Vorteil einer Bewerbermanagement-Software ist.

Effizienterer Recruiting-Prozess

Die Automatisierungen und das Datenmanagement der Bewerbermanagement-Software wirken sich positiv auf Ihren Prozess aus. Hier sind einige der wichtigsten Verbesserungen im Recruiting-Prozess, die auf den Einsatz von Bewerbermanagement-Software zurückgeführt werden können:

  1. Bietet Einblicke in die Effektivität verschiedener Prozesse. Bewerbermanagement-Software gibt Aufschluss darüber, welche Methoden im Recruiting funktionieren und welche verbessert werden müssen. Sie ermöglicht es Recruiting-Teams, objektive Entscheidungen darüber zu treffen, was sie fortsetzen oder einstellen sollten.
  2. Wichtige Recruiting-Kennzahlen verfolgen und berichten. Ihre wichtigsten Kennzahlen können direkt von Ihrem Bewerbermanagement-System aus verfolgt und berichtet werden. So können Sie anhand zuverlässiger Daten schnell Probleme erkennen und Lösungen erarbeiten.
  3. Automatisiert kritische Recruiting-Prozesse. Wie bereits erwähnt, automatisieren Bewerbermanagement-Systeme langwierige und sich wiederholende Aufgaben und verhindern, dass Ihr gesamter Prozess durch zu viele Lebensläufe oder einen Mangel an Arbeitskräften ins Stocken gerät.
  4. Speichert alle aktuellen und vergangenen Kandidat*innen. Die Cloud-basierte Speicherung ermöglicht es, den Überblick über alle Kandidat*innen zu behalten und so einen Talent Pool zu schaffen, auf den Sie bei Bedarf regelmäßig zurückgreifen können.
  5. Ermöglicht kollaboratives Recruiting. Durch den gemeinsamen Zugriff auf die Software können Mitarbeiter*innen und Recruiter*innen in den Auswahlprozess einbezogen werden.
  6. Eine immer verfügbare Plattform. Cloud-basierte SaaS-Plattformen haben in der Regel eine Betriebszeit von 99,9 %, was bedeutet, dass Ihr unverzichtbares Tool immer dann zur Verfügung steht, wenn Sie es brauchen.

All diese Vorteile führen zum letzten, zentralen Nutzen einer Bewerbermanagement-Software: bessere Einstellungsergebnisse.

Bessere Recruiting-Ergebnisse

Das zentrale Ziel eines jeden Recruiting-Prozesses ist die Verbesserung der Leistung und der Bindungsrate neuer Mitarbeiter*innen bei gleichzeitiger Maximierung der Rentabilität von Aufwand und Investition.

Zu diesem Zweck kann man den Vorteil besserer Einstellungsergebnisse in drei Hauptbereiche unterteilen:

  1. Kürzere Zeitspanne bis zur Einstellung. Eine schnellere Einstellung bei gleichbleibender Qualität reduziert die Ausfallzeiten der Produktivität im gesamten Unternehmen und reduziert den Zeitverlust in der Personalabteilung.
  2. Verbesserte Kosten pro Einstellung. Bessere Kandidat*innen zu bekommen, schneller und zu geringeren Kosten, verbessert langfristig die Gesamtrentabilität des Unternehmens.
  3. Bessere Qualität der Einstellung. Basierend auf Leistungsbeurteilungen, Anlaufzeiten, Fluktuations- und Bindungsraten sowie der Zufriedenheit des Recruiting-Teams ist dies die entscheidende Kennzahl für den Erfolg einer Personalentscheidung.

Natürlich ist jeder dieser Vorteile nur dann realisierbar, wenn man die richtigen Funktionen für sein Unternehmen hat.

Funktionen einer guten Bewerbermanagement-Software

Die Funktionen, die Sie in einer Bewerbermanagement-Software benötigen, hängen ganz von der Größe Ihres Unternehmens, Ihrem Budget und der Komplexität Ihres Recruiting-Prozesses ab. Um Ihnen den Einstieg zu erleichtern, finden Sie hier eine Checkliste mit den Funktionen einer Bewerbermanagement-Software, die Sie berücksichtigen sollten.

  • Aufgaben-Automatisierung
  • Schaltung von Stellenanzeigen
  • Verwaltung von Kandidat*innen
  • Planung von Vorstellungsgesprächen
  • Videointerviews
  • Stellenausschreibungen
  • Lebenslauf-Suche
  • Lebenslauf-Parsing
  • Zusammenarbeit im Team
  • Employer Branding-Funktionen
  • Karriereseite
  • Zentralisierung von Daten
  • Nutzungsfreundliche, intuitive Oberfläche
  • Dashboard für Analysen und Berichte
  • Metrisches Berichtswesen
  • Kandidatenimport und -export
  • Kandidat*innen-Tagging
  • Mobile Recruiting
  • Sicherheit und Stabilität

Ist eine Bewerbermanagement-Software DSGVO-konform?

Ein ganz wichtiges Argument für die Nutzung einer Bewerbermanagement-Software ist der Datenschutz. Seit der Verabschiedung der Datenschutzgrundverordnung DSGVO sind die Bestimmungen, was die Nutzung persönlicher Daten angeht, erheblich verschärft worden. Und das betrifft auch den Bewerbungsprozess. So ist eine langfristige Speicherung der Kandidatenprofile nur dann zulässig, wenn die Kandidat*innen diesem Vorgehen explizit zugestimmt haben – beispielsweise um für eine künftige Stellenausschreibung kontaktiert zu werden. Selbst eine E-Mail mit dem Lebenslauf im Posteingang zu belassen kann schon eine Speicherung darstellen.

Die DSGVO möchte sicherstellen, dass Daten nur solange gespeichert werden, wie sie tatsächlich benötigt werden. Personen haben das Recht darauf, wieder vergessen zu werden. Im Paragraph 17 der DSGVO wird darauf schon in der Überschrift hingewiesen:

„Recht auf Löschung (“Recht auf Vergessenwerden”): (1) Die betroffene Person hat das Recht, von dem Verantwortlichen zu verlangen, dass sie betreffende personenbezogene Daten unverzüglich gelöscht werden, und der Verantwortliche ist verpflichtet, personenbezogene Daten unverzüglich zu löschen, sofern einer der folgenden Gründe zutrifft…”

Eine professionelle Bewerbermanagement-Software arbeitet DSGVO-konform und löscht automatisch Daten, wenn die gesetzliche erlaubte Frist abgelaufen ist. Es kann gleichzeitig Einverständniserklärungen zur Speicherung verwalten und zum Beispiel auf Ihrer Webseite einen entsprechenden Haken für Kandidat*innen einbauen.

Bewerbermanagement-Software Kosten

Hier werden die wichtigsten Preismodelle von Bewerbermanagement-Software erklärt und die Gründe, warum die Preise variieren. 

Wenn Sie das Internet nach Ihrer nächsten Bewerbermanagement-Software durchforstet haben und keine richtige Preisseite finden konnten, liegt das daran, dass die meisten Unternehmen ihre Preise nach einer Reihe von Faktoren auswählen, darunter die Anzahl der offenen Stellen, die Unternehmensgröße, Integrationen, Module und viele andere Dinge. 

Pauschalpreis: Dieses Preismodell bedeutet, dass Sie einen Betrag zahlen, unabhängig von der Anzahl der Benutzer*innen oder Jobs. Die Flatrate wird in der Regel nach der Unternehmensgröße berechnet und ist am besten für große Unternehmen geeignet, die sich einen mehrjährigen Vertrag auf einmal leisten können. 

Bezahlung pro Benutzer*in: Dieses Modell eignet sich für kleinere Unternehmen, da Sie für die Anzahl der Recruiter*innen und anderer Mitarbeiter*innen, die auf der administrativen Seite der Software arbeiten werden, bezahlt werden. 

Bezahlung pro Job: Dieses Modell hängt von der Anzahl der aktiven Stellenangebote ab, die Sie zu besetzen haben. Pay per Job funktioniert gut für kleine Unternehmen, wenn sie ein geringes Einstellungsvolumen haben. 

Bezahlung pro Modul: Wenn die Bewerbermanagement-Software Teil einer größeren Plattform ist, wird dieses Preismodell in der Regel angewendet. Es ist im Grunde eine zusätzliche Funktion, die Sie zu dem hinzufügen können, was Sie bereits bezahlen, wie eine CRM- oder Onboarding-Plattform. 

Wenn Sie sich mit den Kosten für eine Bewerbermanagement-Software befassen, denken Sie daran, alle Stakeholder*innen in den Prozess einzubeziehen, denn es ist nicht immer einfach, diese davon zu überzeugen, in eine neue Software zu investieren. Aber mit strukturierten Argumenten und Daten vorbereitet ins Gespräch zu kommen, kann den Prozess erheblich beschleunigen!  

Dafür haben wir eine Business Case Vorlage erstellt, die Ihnen helfen soll, Ihre Stakeholder*innen von einer neuen Bewerbermanagement-Software zu überzeugen. Sie können sich unsere Business Case Vorlage hier herunterladen. 

Schlussfolgerung

Eine Bewerbermanagement-Software kann Ihrem Unternehmen einen großen Nutzen bringen und gleichzeitig die Arbeit im Team verbessern. Die Einführung von Software macht Prozesse effektiver und es bleibt Zeit für wichtigere Aufgaben. 

Sie schafft Ihnen Freiräume, indem es sich wiederholende und manuelle Aufgaben automatisiert und mit intelligenten Funktionen Ihren Arbeitsalltag vereinfacht. Es verschlankt die Recruiting-Prozesse, ermöglicht  es Ihnen, Ihre Daten zu analysieren und Abläufe ständig zu verbessern.

Die Zusammenarbeit im Team macht mit einer kollaborativen Softwarelösung mehr Spaß und hilft Ihnen, Fehler zu vermeiden. Durch die Digitalisierung des Recruitings sind Sie in der Lage, bessere Kandidat*innen zu finden und sich mit Ihren Kolleg*innen einfacher abzustimmen.