Kollaborative Rekrutierung: 9 Vorteile erklärt

Zuletzt aktualisiert:
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2022
26.5.22
13/9/2022
13/9/2022
Minuten Lesedauer
Luisa Spardel
Recruitee
Erfahren Sie, was Sie über die Rekrutierung im Team und ihre Vorteile wissen müssen. Mit kollaborativem Recruitment auf das nächste Level kommen!
Inhalt

Traditionell sind sowohl die Rekrutierung als auch die Einstellung von Mitarbeiter*innen Top-down-Prozesse, bei denen die leitende Führungskraft die endgültige Entscheidung trifft.

In den letzten Jahren haben sich die Rekrutierungsprozesse jedoch zu einem stärker kollaborativen Modell hin verlagert. Die kollaborative Rekrutierung ist die neue Art der Rekrutierung!

In diesem Artikel geben wir Ihnen 9 Gründe, warum und wie Ihr Unternehmen von kollaborativer Rekrutierung direkt profitieren kann.

Doch zuerst klären wir, was man genau unter dem Begriff der kollaborativen Rekrutierung verstehen kann.

Was ist kollaborative Rekrutierung?

Die kollaborative Rekrutierung ist eine teambasierte Einstellungsmethode, die den Rekrutierungsprozess strukturiert, um Angestellte aus unterschiedlichen Bereichen des Unternehmens stärker einzubeziehen.

Sie umfasst in der Regel einen mehrstufigen Interviewprozess, der es den Bewerber*innen ermöglicht, mehrere Mitarbeiter*innen kennenzulernen.

Die kollaborative Rekrutierung ist gerade im Interviewprozess wichtig. Aber auch in der Auswahl-, Bewertungs- und schließlich auch in die Auswahlphase spielt sie eine wichtige Rolle.

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9 Gründe, die für kollaborative Rekrutierung sprechen

Kollaboratives Recruitment kann aufgrund der unterschiedlichen Teamdynamiken von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich aussehen. Wenn man die kollaborative Rekrutierung jedoch zur Standardpraxis macht, ergeben sich folgende Vorteile:

1. Weniger Stress für den*die Recruiter*in

In der traditionellen Rekrutierung sind meist die Recruiter*innen für alle Aufgaben innerhalb des Rekrutierungsprozesses verantwortlich.

In Unternehmen, die kollaborativ rekrutieren, werden die Einstellungsprozesse zu einem Teamsport.

Durch die Beteiligung mehrere Personen im Einstellungsprozess werden Recruiter*innen entlastet und Aufgaben auf alle Teammitglieder gleichermaßen verteilt.

Bei der kollaborativen Rekrutierung übernimmt der*die Recruiter*in eher die Rolle eines*einer Koordinator*in.

Während die Recruiter*innen nach wie vor die meisten Bewerbungsgespräche führen und nach Talenten suchen, helfen die Teammitglieder bei vielen Aufgaben, wie zum Beispiel bei der Bewertung und beim Screening der Lebensläufe mit.

Das bedeutet, dass die Rekrutierung in die Verantwortung des Teams und nicht nur in die des*der Recruiter*in fällt.

2. Bessere Chancen für die kulturelle Eignung von Kandidat*innen

Es gibt keine perfekte Gleichung, um eine kulturelle Übereinstimmung zu erkennen - jedes Teammitglied hat seine eigene Vorstellung von der Unternehmenskultur. Fest steht jedoch, dass je mehr Teammitglieder an der Beurteilung der Kandidat*innen beteiligt sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass man einen vollständigen Eindruck von der kulturellen Übereinstimmung erhält.

Denn, eine kulturelle Eignung kann nicht festgestellt werden, wenn nur eine Person die Kandidat*in bewertet. Jedes Teammitglied wird den*die Kandidat*in aus seiner eigenen Wahrnehmung heraus beurteilen.

3. Verbesserte Candidate Experience

Eine mangelnde Vorbereitung auf Interviews kann die Candidate Experience dämpfen und enthusiastische Kandidat*innen entmutigen.

In der kollaborativen Rekrutierung wird die Verantwortung für Vorstellungsgespräche, die Beurteilung und Bewertung der Kandidat*innen geteilt.

An einem Bewerbungsgespräch ist mehr als nur eine Person beteiligt. Dadurch wird Zeit frei, um Teile des Vorstellungsgesprächs vorzubereiten und die Aufgaben zur Vorbereitung des Vorstellungsgesprächs zu teilen.

Darüber hinaus ermöglicht die kollaborative Rekrutierung mehr Teammitgliedern, die Kandidat*innen kennenzulernen. Dies ist eine tolle Gelegenheit für sie, ihre Erfahrungen aus der Arbeit in dem Unternehmen mit dem*der Bewerber*in zu teilen. Dies kann den Kandidat*innen helfen, ihre eigenen Erwartungen anzupassen.

4. Weiterempfehlungen ermöglichen

Wenn sie richtig gehandhabt werden, können Mitarbeiter*innen-Empfehlungen das bevorzugte Instrument für die Suche nach Top-Talenten sein. Mitarbeiter*innen-Empfehlungen können

  • die Zeit zur Personalbeschaffung reduzieren,
  • Bindungsraten erhöhen,
  • die kulturelle Eignung zwischen Kandidat*innen und Unternehmen erhöhen und
  • die Konversionsraten von Kandidat*innen zu Mitarbeiter*innen verbessern.

Dennoch kann es schwer sein, gute Empfehlungen zu bekommen. Hier bietet die kollaborative Rekrutierung den entscheidenden Vorteil: Je vertrauter alle Teammitglieder mit dem Rekrutierungsprozess sind, desto einfacher wird es für sie sein, Personen, die sie kennen, zu empfehlen.

5. Stärkere Einbindung des Unternehmens in die Personalbeschaffung

Die regelmäßige Kommunikation mit Personen aus der gesamten Organisation wird einen freien Informationsfluss darüber ermöglichen, was in der Rekrutierung funktioniert und was nicht. Die Kolleg*innen aus anderen Abteilungen werden erfahren, was es benötigt, Top-Talente einzustellen.

Mehr Wertschätzung von allen Mitarbeiter*innen der Rekrutierungsarbeit gegenüber wird mit der Zeit das Interesse des Unternehmens an der Rekrutierung steigern.

Die Verwendung eines Bewerbermanagement-Systems wie Recruitee trägt außerdem dazu bei, dass alle am Prozess beteiligten Personen stets einen Überblick über die Prozesse und Talent-Pipelines haben. Das wird helfen, alle Herausforderungen im Rekrutierungsprozess zu verstehen und alle dazu ermutigen, bei der Lösungsfindung und Fehlerbehebung mitzuwirken.

6. Bessere Mitarbeiter*innen-Bindung

Um die richtigen Talente zu finden, nutzt die kollaborative Rekrutierung die Fähigkeiten und das Engagement jedes einzelnen Teammitglieds.

Wenn das gesamte Team stärker in eine so geschäftskritische Aktivität wie der Einstellung der richtigen Mitarbeiter*innen eingebunden wird, kann es sich geschätzt und engagiert fühlen.

Dies steht in einem direkten Zusammenhang mit erhöhter Mitarbeiter*innen-Bindung.

7. Sensibilisierung der Fachabteilungen

Welche*r Recruiter*in kennt es nicht: Von heute auf morgen soll ein*e passende*r Kandidat*in gefunden werden. Wie, ist dem*der Hiring Manager*in egal. Denn sie verstehen oft nicht, wie die Prozesse in der Personalabteilung und speziell im Recruiting ablaufen.

Die gute Nachricht ist, dass diese Spannungen eliminiert werden, sobald die Fachabteilungen stärker in die Einstellungsprozesse eingebunden werden.

Mit einer Übersicht über die Talent-Pipelines und den Prozess werden Hiring Manager*innen besser informiert sein, wenn sie Entscheidungen treffen, die sich auf den Einstellungsprozess auswirken.

8. Unbewusste Voreingenommenheit begrenzen

Jede*r Kolleg*in hat seine*ihre eigenen Voreingenommenheiten. Die Transparenz, die die kollaborative Rekrutierung mit sich bringt, schränkt diese Voreingenommenheit stark ein.

Je mehr Personen in den Rekrutierungsprozess involviert sind, desto unwahrscheinlicher ist, dass einzelne Hiring Manager*innen oder Recruiter*innen eine Gruppe von Personen konsequent von der Pipeline ausschließen, ohne dass es jemand bemerkt.

Die Gefahr, dass Einstellungsentscheidungen auf Grundlage von Unconscious Bias gefällt werden, sinkt somit.

9. Verkürzte Zeit für den Einstellungsprozess (Time-to-Hire)

Es ist unvermeidlich, dass die Zeit für die Einstellung abnimmt, wenn mehr Mitarbeiter*innen in den Einstellungsprozess einbezogen werden und die Verfügbarkeit des Teams für alle Teammitglieder ersichtlich ist.

Kollaboratives Recruitment bedeutet, dass Kolleg*innen die Verantwortung für bestimmte Teile des Prozesses übernehmen können - je nach ihrer Verfügbarkeit. Solange die Prozesse gut koordiniert werden, können Sie so viel Zeit in Ihrem Einstellungsprozess sparen!

Wie kann man kollaborative Einstellungsverfahren am besten koordinieren?

In einem Team zu arbeiten, hat eindeutig große Vorteile für Unternehmen. Da Verantwortlichkeiten aufgeteilt werden, ist es umso wichtiger, dass die Aufgaben und Prozesse im Einstellungsverfahren gut durchdacht und koordiniert werden.

Um die Koordination so einfach wie möglich zu gestalten, hilft eine Recruitment Software wie Recruitee , die dieses Prinzip im Kern berücksichtigt.

Dazu gehören Funktionen, die folgendes ermöglichen:

  • einfache gemeinsame Nutzung von Dokumenten, Profilen und Kontaktprotokollen,
  • unbegrenzte Benutzer*innen
  • anpassbare Rollen, um eine angemessene Beteiligung zu gewährleisten,
  • und Echtzeit-Updates über Teamaktivitäten.

Zusammenfassung

Es ist davon auszugehen, dass die Arbeitsbelastung von Recruiter*innen in der absehbaren Zukunft nicht abnehmen wird. Grund dafür ist unter anderem der starke Wettbewerb um die besten Talente.

Der beste Weg, Recruiter*innen zu entlasten und so zu besseren Einstellungsentscheidungen zu kommen, besteht darin, die Arbeit und Entscheidungsfindung in einem Team zu verteilen. Mit den richtigen Tools kann die kollaborative Rekrutierung zu dem Erfolgsfaktogsfaktor in Ihrer Rekrutierungsstrategie werden.

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